Revitalisierung des Dortmunder Industriehafens // Kooperation zur Energieverwertung am Cleanport Dortmund

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Sie besiegelten die neue Kooperation. Im Foto von links nach rechts: Hans Jansen, CEO Coldstore, Bernd Schumacher, CEO E.ON Connecting Energies, Horst G. Nehm, Kaufmännischer Leiter Innovationszentrum Dortmund, und Siegfried Moritz, CFO Deutsche Gasrußwerke. (Foto: Rolf Otzipka/E.ON)
Dortmund: Deutsche Gasrußwerke Dortmund |

In Dortmund hat sich ein Bündnis für Nachhaltigkeit formiert: Gemeinsam mit E.ON gehen die Unternehmen Deutsche Gasrußwerke am Hardenberg-Hafen und Coldstore Group sowie die Stadt Dortmund innovative Wege in der Energieversorgung.

Für diese Kunden entwickelte E.ON ein System, das überschüssige Wärme der Gasrußwerke in Lindenhorst wiederverwertet und dem Tiefkühllogistik-Unternehmen Coldstore in Form von Tiefkälte zur Verfügung stellt. Die Lösung führt Angebot und Nachfrage intelligent zusammen und steigert die Attraktivität des Technologiestandorts „Cleanport“ am Dortmunder Industriehafen. Die Stadt Dortmund unterstützt das Projekt.

Als Kernstück baut E.ON eine Energiezentrale mit Wärmerückgewinnung, die überschüssige Energie in Nutzenergie umwandelt. Die Energie entsteht bei der Erzeugung von Ruß, den die Deutschen Gasrußwerke an ihrem Standort östlich des Dortmund-Ems-Kanals vornehmlich für die Reifenindustrie produziert. Bislang wurde die Energie an die Dortmunder Stadtwerke (DSW21) abgegeben oder über die Strombörse gehandelt. Das neue Konzept schafft nun direkte Absatzkanäle.

Coldstore will Tiefkühllager neben den Gasrußwerken ansiedeln

Die Stadt Dortmund verfolgt mit ihrem Innovationszentrum das Ziel, den Industriehafen zu revitalisieren und dafür innovative, klimafreundliche Unternehmen zu gewinnen. Ein erster Erfolg ist, dass die Coldstore Group von der günstigen Energie profitieren will und im Rahmen dieser Kooperation direkt neben den Gasrußwerken einen Standort inklusive Tiefkühllager ansiedeln wird, was zusätzliche Arbeitsplätze in die Region bringt. Auch für die Deutschen Gasrußwerke leistet dieses Projekt einen wichtigen Beitrag zur Standortsicherung. Es schafft weitere Erlöspotenziale bei gleichzeitiger Minderung des CO2-Ausstoßes.

„Das Projekt zeichnet sich durch eine hohe Komplexität aus. E.ON zählt zu den wenigen Unternehmen, die diese Komplexität beherrschen und dabei unterschiedliche Kundeninteressen gewinnbringend zusammenführen. So leisten wir einen Beitrag für Standortsicherung und Neuansiedlungen von Unternehmen. Das Konzept können wir auch für weitere Städte und Industriestandorte verwirklichen“, sagt Bernd Schumacher, CEO von E.ON Connecting Energies.

„Energieeffizienz und CO2-Einsparung leisten einen Beitrag für die weitere positive Entwicklung unseres Unternehmens. Gemeinsam mit E.ON als Partner aus der Energiebranche, der Stadt Dortmund und der Firma Coldstore entwickeln wir erfolgreich Konzepte, die Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit erfolgreich verbinden. E.ON hat es geschafft, die ursprüngliche Idee, industrielle Abwärme an unserem Standort zu nutzbarer Kälte zu transferieren, in ein innovatives technisches Konzept zu bringen und es an die spezifischen Bedarfe der Branche der Kühlhausbetreiber anzupassen“, so Sigfried Moritz, CFO derDeutschen Gasrußwerke.

Hans Jansen, CEO der Coldstore Group: „Wir freuen uns, gemeinsam mit der Stadt Dortmund, E.ON und den Deutschen Gasrußwerken das Projekt Cleanport umzusetzen. Wir werden auf dem Gelände in Dortmund ein 5.000-Tonnen-Gefrierhaus mit einer Einfrierkapazität von 300 Tonnen in 24 Stunden errichten. Gerade die Nähe an den Hafen und dem dort ansässigen Containerterminal bietet für die Logistik viele Möglichkeiten.“
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