Haus & Grund zur Erhöhung der Grunderwerbsteuer: "Das Maß ist voll!"

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Hauskauf wird in 2015 erheblich teurer

Nach der Ankündigung der Stadt Dortmund, die Grundsteuer um 20 Prozent zu erhöhen, kommt die nächste Hiobsbotschaft: SPD und Bündnis 90/Die Grünen im Landtag wollen zum 1. Januar 2015 die Grunderwerbsteuer drastisch anheben. Erst zum 1. Oktober 2011 hatte Rot-Grün zusammen mit der Linkspartei die Grunderwerbsteuer von 3,5 auf 5 Prozent erhöht - eine Steigerung um 43 Prozent. Jetzt soll der Steuersatz erneut um 1,5 Prozentpunkte auf 6,5 Prozent des Kaufpreises von Grundstücken und Immobilien steigen.

„Das Maß ist voll!“, ärgert sich Michael Mönig, Hauptgeschäftsführer des Hauseigentümerverbandes Haus & Grund Dortmund. „Damit liegt unser Land mit Schleswig-Holstein und dem Saarland an der Spitze bei der Grundsteuerbelastung. Bayern und Sachsen zum Beispiel kriegen es mit nur 3,5 Prozent vom Käufer hin.“

Sollte es zu einer Erhöhung dieser Landessteuer tatsächlich kommen, hat demnach ein Grundstückskäufer für den Kauf eines Hauses, das 250.000 Euro kostet, 3.750 Euro mehr zu zahlen als bisher. Zurzeit kann das Land durch die Grunderwerbsteuer jährliche Einnahmen von über 1,6 Milliarden Euro verzeichnen. Vier Siebtel der Einnahmen gehen hierbei an die Kommunen – und dass, obwohl Kommunen und das Land keinen einzigen Beitrag zum Eigentumserwerb geleistet haben. Insgesamt kann die Landeskasse nach derzeitigem Stand bis zu 500 Millionen Euro zusätzlich einnehmen. „Für private Immobilienkäufer und Bauherren ist die Erhöhung eine bittere Pille. Ein Anstieg der Grunderwerbsteuer um anderthalb Prozent kann die Kaufnebenkosten um bis zu zehn Prozent erhöhen“, so Mönig. Jungen Familien und Schwellenhaushalten, die mit jedem Cent rechnen müssten und mit der Anschaffung einer Immobilie etwas für die Altersvorsorge tun wollen und damit den Staat entlasten, würden Knüppel zwischen die Beine geworfen. Ob der Wunsch nach einem Eigenheim oder einer Wohnung machbar ist, müsse sich nun jeder dreimal überlegen. Die rasant gestiegenen Kosten für die Energie, höhere Grundsteuer und kommunale Abgaben, die gestiegenen Baukosten und die jetzt geplante Steigerung der Grunderwerbsteuer erschwerten die Bewirtschaftung der Immobilie bis an die Grenze der Belastbarkeit.

Mönig geht auf Dauer auch von steigenden Neubaumieten aus. „Wird die Immobilieninvestition teurer, rechnet sich diese nur mit höheren Anfangsmieten. Wo diese Mieten am Markt nicht realisiert werden könnten, wird der Wohnungsneubau zurückgehen. Ein abschreckendes Signal an die Investoren.“
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