„Malen, was das Auge sieht“: Kohlenkirmes-Bild von Herbert Schwiecker in Eving ausgestellt

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Herbert Schwiecker malte 1980 die erste Evinger Kohlenkirmes. (Foto: Schäfer)
Dortmund: Bockholt-Arnd |

Wer die Tage bei Bockholt-Arnd in Eving vorbeigeht, kann ein besonderes Gemälde im Schaufenster sehen: Passend zur Kohlenkirmes wird in der Osterfeldstraße 162-164 ein Werk des lokalen Künstlers Herbert Schwiecker ausgestellt, das die erste Kirmes aus dem Jahr 1980 zeigt.

Eving. Angeregt hat dies der Evinger Bestatter Frank Hibbeln. „Ich finde das Werk sehr schön. Der Künstler sollte nicht vergessen werden“, sagt er. Passend mit Bergbauutensilien wie Helm oder Grubenlampe dekoriert, hat es nun seinen Platz in der Oesterfeldstraße 162–164 gefunden. Zu sehen sind neben der Kirmes auch ein Bermann in Uniform mit Trommel sowie Bergleute bei der Arbeit und beim Zuprosten in der Kneipe zu sehen – typische Motive, wie der Künstler Herbert Schwiecker erklärt. Das Bild, das im Schaufenster von Bockholt-Arnd steht, hat Schwiecker auf Auftrag gemalt. „Auf dem Bild ist die erste Kohlenkirmes zu sehen“, beschreibt er.
Schwiecker wurde am 16. Mai 1931 in Dortmund geboren. 40 Jahre hat er auf der Zeche Minister Stein in Eving gearbeitet, zuletzt als Pförtner. „Ich habe Höhen und Tiefen mitgemacht. Die Schließung der Zeche 1987 habe ich miterlebt.“ Minister Stein war die letzte fördernde Zeche in Dortmund. „Danach habe ich noch auf der Zeche Fürst Hardenberg gearbeitet. Seit 30 Jahren bin ich nun Rentner“, sagt Schwiecker, der heutzutage in Gronau lebt.
„Meine Stärke war die Acryltechnik. Aber ich habe auch mein ganzes Leben lang mit Kreide gearbeitet. Schon in der Schule habe ich damit begonnen. Ich hatte immer sehr viel Spaß daran“, erzählt der 85-Jährige. Menschen waren immer seine Hauptmotive, erzählt er. „Ich habe immer gerne gezeichnet, was das Auge sieht. Auch die Natur habe ich gerne abgebildet.“ Auch in der Moderne hat er sich mal versucht. „Ich bin aber doch beim Realismus geblieben“, sagt er. „Abstrakte Bilder habe ich aber auch gemalt.“ Unzählige Werke sind es geworden.
Schwiecker war auch Mitglied im Echo 82. Dabei handelt es sich um eine Vereinigung lokaler Künstler. „Ich habe dort viele gute Freunde getroffen, mit denen ich mich häufig über Kunst ausgetauscht habe. Wir haben alle ein gutes Verhältnis zueinander gehabt. Oft haben wir auch Fahrten, etwa nach Frankreich, Belgien oder in die Niederlande, unternommen“, erinnert er sich. „Die Gruppe existiert noch heute“, ergänzt Frank Hibbelns Sohn Lennart.
Das Bild hing lange Jahre in einer Evinger Gaststätte. Nun wird es regelmäßig bei Bockholt-Arnd zu sehen sein. „Wir haben vor, das Bild jedes Jahr passend zur Kohlenkirmes rauszuholen und im Schaufenster zu zeigen“, sagt Frank Hibbeln. So wird der Künstler Herbert Schwiecker weiter in Eving präsent sein.
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