Galopp in Wambel: Außenseiter Nordico siegt // Favorit Guiliani nur Zweiter im Großen Preis der Wirtschaft

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Der große Außenseiter Nordico (1) siegte unter Alexander Pietsch im Großen Preis der Wirtschaft, einem Gruppe-3-Rennen, beim Renntag in Wambel vor dem Favoriten Giuliani (r.) und El Tren. (Foto: Marc Ruehl / DRV)
 
Das Team um Long Cross-Jockey Jozef Bojko, Besitzer Jaber Abdullah und Trainer Andreas Wöhler (v.l.n.r.) freute sich über ihren Sieg. (Foto: Marc Ruehl / DRV)
Dortmund: Galopprennbahn Dortmund |

Mit dem vierjährigen Hengst Nordico hat am Sonntag (21.6.) ein großer Außenseiter den Großen Preis der Wirtschaft auf der Dortmunder Galopprennbahn in Wambel gewonnen.

„Es ist wie bei den Menschen, manchmal muss man etwas ändern“, sagte der Krefelder Trainer Mario Hofer. „Statt von vorne zu reiten, habe ich Alexander Pietsch gesagt, er soll dieses Mal möglichst lange warten.“

Die Taktik ging auf, der 150:10-Außenseiter Nordico siegte nach 1750 Metern leicht mit einer Länge vor dem Favoriten Guiliani und El Tren. Besitzer des Siegers ist Eckard Sauren, Präsident des Kölner Rennvereins.

Damit fiel der erste Vergleich zwischen dreijährigen und den älteren Pferde auf dieser sportlich hohen Ebene eindeutig zugunsten der älteren Pferde aus. Sieben Pferde liefen, beste Vertreterin des aktuellen Derby-Jahrgangs war die dreijährige Stute Light the Stars auf Rang Vier.

Bei sehr wechselhaften Bedingungen verfolgten knapp 5000 Zuschauer die Dortmunder Rennen. Kurz vor dem Hauptereignis prasselte ein heftiger Gewitterschauer nieder, der das Geläuf aufweichte. Der dreijährige Ajalo wurde deshalb kurzfristig von Trainer Waldemar Hickst gestrichen.

Der Große Preis der Wirtschaft war mit einer Siegprämie von 32.000 Euro verbunden und hatte eine Gesamtdotierung von 55.000 Euro. Es zählt zur Europa-Kategorie Gruppe 3 und ist damit international anerkannt aus sportlicher wie züchterischer Hinsicht sehr wichtig. Insgesamt gibt es in Deutschland weniger als 50 dieser Gruppe-Rennen, davon sieben der höchsten Kategorie Gruppe 1.

Die gemeinschaftliche Finanzierung des Renntags durch mehr als 50 Partner, Förderer und Sponsoren sorgte u.a. für ein 82-seitiges Rennprogramm. Im Gästezelt informierte der Sportmoderator Uli Potofski die Besucher.

Nach der Präsentation des Imagefilms „Dortmund überrascht dich“ sagte Andreas Tiedtke, Präsident des Dortmunder Rennvereins: „Wir wollen genau dies tun – immer wieder überraschen. Unser langfristiges Ziel ist es, die Galopprennen zum zweitgrößten Sportereignis in dieser Stadt zu machen. Das geht nicht alleine. Wir brauchen die Unterstützung vieler Partner, denn wir bekommen keine öffentlichen Gelder.“

Kigali überrascht fürs Gestüt Schlenderhan


Zum Auftakt des Renntages gewann die dreijährige Stute Meliora (50:10) mit Martin Seidl aus dem Stall des in Köln ansässigen Miltcho Mintchev gleich ihr Lebensdebüt vor der Schlenderhanerin Copy Cat. Das älteste deutsche Privatgestüt konnte dann aber in der zweiten Abteilung dieses Stutenrennens über 2000 Meter jubeln: Es siegte die 118:10-Außenseiterin Kigali mit Filip Minarik im Sattel.

Der Schlenderhaner Trainer Jean-Pierre Carvalho verhinderte damit seinem Kollegen Andreas Wöhler einen „klassischen Hattrick“, denn die favorisierte Bailey wurde „nur“ Zweite. Zuvor hatte Wöhler mit Nobel’s Blues (28:10) und Long Cross (17:10) gewonnen. Reiter war jeweils Jozef Bojko, für den es aktuell sehr gut läuft.

Zwei Tagessiege schafften auch Minarik, der neben Kigali auch mit Pretty Highness (34:10) für Karl Demme punktete, und Andreas Helfenbein. Er gewann einmal für den amtierende Championtrainer Markus Klug mit Errato (34:10) im Besitz des Galoppclubs Deutschland.

Und im letzten Rennen des Tages schnappte er mit Borneo (85:10), trainiert von Bruce Hellier, dem Favoriten Baojun den schon sicher geglaubten Sieg weg.

Zweiter Platz für Dortmunder Reiter Pascal Werning


Die Bilanz der Dortmunder Aktiven fällt so aus: Tainersohn Pascal Jonathan Werning hatte drei Ritte, allerdings nicht für den eigenen Stall. Seine beste Platzierung war ein zweiter Platz mit der Stute Floralys in der „Wettchance des Tages“. In diesem Rennen belegte der von Helen Sauer vor Ort trainierte Walkabout den vierten Rang. Die Viererwette in der Reihenfolge Newton Lodge (Trainerin Vera Henkenjohann / Reiterin Tabea Rödel), Floralys, Kepheus und Walkabout bezahlte 30.040:10.


Der nächste Renntag in Dortmund ist am 21. September. Mit dem Deutschen St. Leger (Gruppe 3) und dem BBAG-Auktionsrennen ist es Abschluss und Höhepunkt zugleich der Grasbahnsaison 2015 in Wambel.
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