Aus für Gartenstadtradweg?

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Brückenbauwerke wie dieses an der Halde Hoppenbruch machen den Radwegeausbau teuer - zu teuer? (Foto: RVR)

„Überrascht und mit Bedauern habe ich heute vom Regionalverband Ruhr erfahren, dass keine Gelder mehr für den Bau des Gartenstadtradweges zur Verfügung stehen“, erklärt Reinhard Frank (CDU), Mitglied des Rates der Stadt Dortmund und des Ruhrparlaments (RVR) in Essen. „Die 14 Millionen Euro für die Herrichtung der alten Hoeschbahn-Trasse werden seitens der Landesregierung nicht mehr aus dem ÖPEL-Programm bereitgestellt“, so Reinhard Frank weiter.

Planung und Realisierung des Gartenstadtradweges liegen in der Verantwortung des RVR. Neben der Herrichtung der Gleisstrecke als Radweg ist die Sanierung zahlreicher Brückenbauwerke im Dortmunder Stadtgebiet erforderlich.

Der Gartenstadtradweg soll von Hörde nach Körne/Wambel führen. Die Finanzierung war mit einem Anteil von 80 Prozent durch die Landesregierung, der Rest durch den Regionalverband Ruhr vorgesehen. Die Mittel hätten aus dem Ökologieprogramm Emscher-Lippe (ÖPEL) kommen sollen.
Das Landesumweltministerium unter Johannes Remmel (Grüne) zieht sich aktuell jedoch aus der Finanzierung sogar bereits laufender Projekte zurück. Allein beim RVR sind hiervon Projekte im Volumen von 34 Millionen Euro betroffen.

Neben dem Gartenstadtradweg drohen weitere Projekte des ÖPEL-Programms z. B. die Herrichtung von Halden und der Bau von Radwegen, so auf der ehemaligen Rheinischen Bahn, unvollendet liegen zu bleiben.
„Es kann für die Metropole Ruhr nicht gut sein, wenn so viele Projekte als Baustelle plötzlich und ohne Ersatz liegen bleiben“, schließt Reinhard Frank, der auch auf die klimapolitischen Effekte des Ausbaus des regionalen Radwegenetzes verweist.
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Tim Exner aus Dortmund-Ost | 11.06.2013 | 09:28  
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