Es werde Licht - auch ohne Strom

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Ein erschreckendes Bild: Diese Neonröhre leuchtet allein durch die unter der Hochspannungsleitung herrschenden Ströme. (Foto: privat)

Die Initiativen „Pro Oespeler Lebensraum“ und „IG Vorsicht-Hochspannung Dortmund-Süd“ hatten eingeladen, um unter der 380 kV-Hochspannungsleitung am Baugebiet Steinsweg die Neonröhren leuchten zu lassen.
Bei strömendem Regen waren rund 30 Interessierte gekommen, um zu sehen, ob tatsächlich Neonröhren ohne Stromanschluss leuchten würden, und zwar nur per Energieübertragung durch die Luft.

Doch anfänglich passierte nichts. Verschwörungstheoretiker mutmaßten bereits, dass von interessierten Kreisen andernorts der große Stecker gezogen wurde. Zumal die zweite, neue Leitung von RWE/Amprion entgegen allen Planungen noch nicht angeschaltet worden war. Später aber, auch nachdem die regennassen Leuchtröhren getrocknet worden waren (und vielleicht wieder genügend Spannung in der Leitung war) leuchteten die Lampen wie erwartet.
Das Lampenspektakel demonstrierte, welche hohe Energieintensität an Hochspannungsleitungen wirkt. Die Befürchtung, dass die Spannungen auch den Körper beeinflussen, liegt also nahe.

In der anschließenden Diskussion ging es um den notwendigen Abstand zu Wohnsiedlungen. Der in Dortmund immer noch praktizierte NRW-Abstandserlass (10 bis 40 Meter) soll bei mechanischen Problemen der Standsicherheit von Strommasten vorsorgen, ist aber nicht für elektromagnetische Emissionen ausgelegt. Dagegen hat der EU-Umweltausschuss einen Abstand von 180 Meter gefordert. Einigkeit gab es auch über die Notwendigkeit von mehr unabhängiger Information, einem Dortmunder Krebsatlas, sowie Stromtrassenänderung bei Annäherung an Wohngebiete.
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