Modernisierung Hörder Kampweg: LEG bleibt hart – Immobilien AG setzt auf Rendite statt auf bezahlbare Mieten

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Dortmund: Mieterinitiative | Anfang Oktober startete die LEG die Modernisierungsarbeiten am Hörder Kampweg in Dortmund Benninghofen. Eigentlich wollte die LEG schon frühzeitig beginnen, doch örtlichen Mieterinitiative verhinderte mit ihrem offenen Brief und öffentlichem Protest einen Baubeginn inklusive Balkonabriss in den Sommermonaten.

In den vergangenen Wochen kam es auch zu zwei Gesprächen zwischen LEG, Mieterinitiative und Mieterverein. Zwar verliefen die Gespräche in sachlicher Atmosphäre. Sie brachten jedoch nicht mehr als einen Informationsaustausch und das Einbringen von kleineren Verbesserungsvorschlägen von Seiten der Mieter.

„Der Wohnungsriese LEG ist gesprächs-, aber nicht verhandlungsbereit“, fasste Dr. Tobias Scholz, wohnungspolitischer Sprecher des Mietervereins Dortmund die Ergebnisse der Gespräche zusammen. Das Unternehmen beharrt auf den geplanten Mieterhöhungen von rund 2,10 €/m² bis 2,30 €/m² im Monat, die nach Abschluss der am 01.10.2015 begonnenen Modernisierungsarbeiten, wirksam werden sollen. Die Kaltmieten würden dann bei bis zu 7,80 m€/m² liegen. Nach dem Dortmunder Mietspiegel wäre dagegen für vergleichbare Wohnungen nur eine Miete in Höhe von 5,63 bis 6,16 €/m² Euro angemessen.

Im zweiten Termin legte die LEG die bisher fehlende Energieeinsparberechnung vor. Je nach Haus und Lage der Wohnung sollen Mieter rund 0,52 bis 0,79 €/m² im Monat einsparen. Aus der Erfahrung des Mietervereins werden diese Werte jedoch meist nicht erreicht. Eine Begleitung und Schulung der Mieter nach den Bauarbeitender Mieter könnte nach Auffassung des Mieterverein zu mindestens helfen, diese rechnerischen Einsparungen in der Realität entgegen zu kommen. Die LEG sagte zu, diesen Vorschlag zu prüfen. „Doch selbst wenn sich diese Einsparungen einstellen sollten, würden die Pläne des Immobilien-Konzerns bedeuten, dass die Mieter rund 1,40 bis 1,75 € pro m² im Monat drauf zahlen müssten. Für eine 55m²-Wohnung wären dies rund 77 bis 96 Euro im Monat.“, erläuterte Dr. Tobias Scholz.

Die LEG-Mieterinitiative und der Mieterverein wollen daher weiter für bezahlbare Mieten nach der Modernisierung kämpfen. Im Fokus steht dabei der LEG-Vorstand in Düsseldorf, der einen neuen offenen Brief erhalten hat (siehe Anlage). „Wohnungen dürfen nicht nur ein an der Börse gehandeltes Wirtschaftsgut sein. Wohnen ist ein Grundbedürfnis. Wenn der LEG-Vorstand nicht in der Lage ist für Bestandsmieter soziale Mieterhöhungen zu gewährleisten, ist das eine Katastrophe.“ sagte Dr. Tobias Scholz.

Pressemitteilung Mieterverein Dortmund und Umgebung e.V. // 15.10.2015
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