Dritte Liga-Volleyballer des TV Hörde schütteln Heimfluch ab

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Fabian Fingerhut (links) und Marius Harrmann blocken den USC-Angriff ab (Foto: Ruhr Nachrichten Menne)
Volleyball
Dritte Liga
TV Hörde – USC Münster 3:1 (20:25, 25:19, 25:13, 25:18)

„Ich hätte gerne noch einen fünften Satz gesehen“, bedauerte ein älterer Hörder Zuschauer, dass bereits nach nur vier Sätzen und 80 Minuten das Spiel beendet war. Dabei hatte der Hörder Fan nach dem verpatzten Auftaktsatz durchaus gute Aussichten auf ein Fünfsatzmatch.
Die Hausherren gerieten sofort nach dem Anpfiff in Rückstand, mussten die erste Auszeit bereits bei 5:9 nehmen, bekamen die Münsteraner Angreifer nicht in den Griff und konnten sich am Netz kaum durchsetzen. Bei 16:22 drohte sogar ein Totalschaden, der jedoch mit 20:25 noch abgeschwächt werden konnte. Im zweiten Satz drohte dem TVH bei 10:12 ein weiterer Rückschlag, als Trainerin „Teee“ Williams mit einem Wechsel auf der Diagonalposition den Umschwung einleitete. Für den unglücklich agierenden Jonathan Lange kam der sprunggewaltige Co-Kapitän Dobromir Karkoszka auf das Feld, der gleich mit kräftigen Schmetterschlägen aus dem Hinterfeld den zuvor noch den sicher stehenden USC-Block ignorierte. Zudem hatte Slacanin die Schwachpunkte in der Gästeannahme ausgemacht und zeigte hinter ihrem Rücken den Hörder Aufschlägern mit verschlüsselten Fingerzeigen Art und anvisierte Ziele der Aufschläge an.
Nach der ersten Auszeit der Gäste beim 12:12-Gleichstand bog der TVH endgültig auf die Siegerstraße ein. Kapitän Jan Verhoeven zertrümmerte mit seinen gewaltigen und riskanten Sprungaufschlägen die Annahme der „Unabhängigen“ aus Münster, die Mittelblocker Fabian Fingerhut und Christopher Hengefeld schlossen Schnellangriffe erfolgreich ab und ließen kaum noch Bälle passieren. Weil Libero Christopher Werth wegen einer Rückenverletzung nur als Spielbeobachter und Wasserträger auf der Bank saß, musste Tobias Windscheif allein die Rolle des freien Mannes mit dem andersfarbigen Trikot übernehmen. Der Bruder des Beach-Asses und ehemaligen Hörders „Marder“ Stefan spielte einen bombensicheren ersten Pass auf Spielmacher Pascal Rademacher.
Ab Satz drei hatten die Hörder in den Bereichen Aufschlag, Annahme, Angriff und Abwehr so deutliche Vorteile, dass TVH-Coach Slacanin auch den Reservisten Spielanteile geben konnte. Dabei kam der vom Regionalligisten Hanau in den Dortmunder Süden gewechselte Jakob Rebtschinski zu seinem Saisondebüt. Der in Bochum studierende 24-Jährige Mittelblocker überzeugte bei seinem Kurzeinsatz und erwies sich für den langzeitverletzten Robin Frosting als Alternative,
Der Matchball für den sechsten Hörder Sieg, aber erst den zweiten vor heimischer Kulisse, wurde nicht auf dem Spielfeld erzielt, sondern durch den guten Schiedsrichter, der das wiederholte Meckern der Münsteraner mit einer Roten Karte bestrafte.

TVH: Beyrich, Fingerhut, Groß, Harrmann, Hengefeld, Karkoszka, Lange, Mols, Rademacher, Rebtschinski, Terhoeven, Windscheif
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