Hörder Volleyballer schlagen den Spitzenreiter

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Volleyball
Dritte Liga
TV Hörde – PTSV Aachen 3:2 (26:24, 20:25, 25:20, 19:25, 15:11)
Vor einer Woche wurden sie vom starken Aufsteiger Moerser SC in weniger als einer Stunde mit 3:0 aus der Halle gefegt. Nun sind die Schmetterlinge des TV Hörde wie Phoenix aus der Asche aufgestiegen und haben nach spannenden 130 Spielminuten den bisher erst einmal besiegten Tabellenführer gestürzt. Mit dem zweiten Sieg haben die Hörder jetzt ihr Punktekonto auf fünf erhöht und den Abstand zum Schlusslicht VfL Lintorf vergrößert.
„Wir wollten den Spitzenreiter ärgern“, hatte Kapitän Marius Harrmann versprochen und dabei an den überraschenden Heimsieg in der letzten Saison erinnert. Die Schützlinge von Trainerin „Teee“ Slacanin ließen den Worten prompt Taten folgen. Der letztendlich verdiente, aber dennoch überraschende Sieg, war ein Produkt aus Kampfgeist und Taktik.
Die TVH-Trainerin hatte in der Startsechs mit Noah Voswinkel, Moritz Finke und Fabijan Slacanin hoch begabte Volleyballtalente aus dem eigenen Nachwuchs nominiert, die noch bei der U20-Jugend spielen können. „Sie haben einen großen Leistungssprung gemacht“ lobte Marius Harrmann die Youngster. Finke und Slacanin hatten zuvor im Vorspiel des Regionalligateams schon auf dem Feld gestanden und mit einer Bombenkondition insgesamt neun Sätze gespielt.
Die Bestnoten im Hörder Team verdienten sich Noah Voswinkel, der mit seiner großen Sprungkraft zeitweilig über den Block schlug, und Moritz Finke, der wie ein alter Hase einen Monsterblock stellte. Auf der Position des zweiten Mittelblockers spielte Allrounder Marius Haarmann, der mit schnellen Bällen punktete und durch sein ständiges Mitspringen am Netz einen Blockspieler auf sich zog.
Die Gäste aus der Kaiserstadt hatten mit ihren Riesen am Netz deutliche Größenvorteile.
Die kampfstarke Hörder Feldabwehr mit Libero Jan Terhoeven an der Spitze kämpfte jedoch leidenschaftlich um jeden Ball und ließ kaum einen abgeprallten Ball auf den Boden fallen.Zudem hatte Trainerin Slacanin mit ihrem Co Terhoeven bei den taktischen Anweisungen und Wechseln eine glückliche Hand. So wurde Hördes zweiter Zuspieler Florian Groß im zweiten Satz für Pascal Rademacher eingesetzt und avancierte ab Satz drei zum Zuspieler Nummer eins. Der 22-Jährige Student verschaffte mit trickreichen Pässen und über Kopf-Bällen seinen Netzspielern wiederholt einen Einerblock.
Die Hörder hatten bei ihren Aufschlägen mit einem Aachener Außenangreifer den Schwachpunkt im Annahmeriegel der Gäste ausgemacht, sodass der Spielmacher der Gäste bei den quer und unkontrolliert über das Feld fliegenden ersten Bällen nur Notpässe spielen konnte.
Die rund 150 Hörder Fans sorgten auf der Tribüne für eine prächtige Stimmung und freuten sich über den ersten Hörder Heimsieg. In zwei Wochen kann und will der TVH beim Schlusslicht VfL Lintorf die notwendigen Punkte zum Klassenerhalt holen.
TVH: Beyrich, Exner, Finke, Groß, Harrmann, Rademacher, Slacanin, Terhoeven, Voswinkel
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