Regionalliga-Volleyballer des TV Hörde mit Minikader auf die Haard

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Volleyball-Regionalliga
VC Marl – TV Hörde

Mit einem Gastspiel beim Tabellensechsten VC Marl beendet der Spitzenreiter TV Hörde am Samstag, dem 08. September 2012, eine erfolgreiche Hinrunde. Der VC Marl scheint zu den Lieblingsgegnern des TVH zu zählen, denn in den letzten drei gemeinsamen Oberligajahren hieß der Sieger sechsmal TV Hörde. Die letzte Niederlage liegt schon fünf Jahre zurück. Obwohl die Marler bisher nur gegen die Mitaufsteiger Post Telekom SV Bielefeld, TuS Mondorf und den Vorjahressiebten SV Bayer Wuppertal gewinnen konnten, sieht Hördes Trainer Kai Annacker keineswegs sein Team in der Favoritenrolle. Bereits in der letzten Saison musste der Meister TV Hörde gegen den Vizemeister VC Marl jeweils über die volle Distanz gehen. Die Skepsis ist wohl begründet. Die Marler setzen mit riskanten und knallharten Sprungaufschlägen die Annahme unter Druck und verfügen zudem mit Henrik Weßel über einen überragenden und sprunggewaltigen Angreifer und Blocker.

A-Lizenz-Trainer Kai Annacker, der zuvor in Münster noch die WVV-Auswahl coachen wird, kann am Rand der Haard nur einen Minikader mit acht einsatzbereiten Spielern aufbieten. Der 12-Kader des Saisonstarts ist inzwischen gewaltig geschrumpft. Spielmacher Moritz Peters musste wegen chronischer Fußbeschwerden seine Karriere beenden, die Knieprobleme von Thomas Henke lassen frühestens im nächsten Jahr einen vorsichtigen Einsatz zu. Nachdem Mittelblocker Malte Kjer schon seinen Einsatz wegen der Vorbereitung auf sein Examen absagen musste, fällt auch noch Libero Jan Maas mit einer Fußverletzung aus. Die Rolle des Liberos wird das junge Eigengewächs aus dem Landesleistungsstützpunkt des WVV Christopher Werth übernehmen, der dann jedoch als Angreifer am Netz ausfällt. Beim Wechseln wird Kai Annacker wohl kaum große Fehler machen können. Denn auf der Auswechselbank wird als Alternative auf Außen oder Diagonal nur Lenard Exner sitzen.

Eine Niederlage wird die Hörder die Herbstmeisterschaft kosten, denn die unmittelbaren Verfolger SG Menden-Much/Windeck und TV Dresselndorf werden dann im direkten Duell den neuen Tabellenführer ausspielen und mit dem besseren Satzverhältnis vor den Rothemden aus dem Dortmunder Süden den Platz an der Sinne einnehmen.

Derweil sorgt die vom Deutschen Volleyball-Verband ab der nächsten Saison in allen Spielklassen von der 1.Bundesliga bis zur Kreisklasse eingeführte Drei-Punkte-Regelung für kontroverse Diskussionen. Bei einem Fünfsatzspiel bekommt der Sieger zwei Punkte und der Verlierer einen Punkt. Bei einem 3:1 oder 3:0 wird nur der Sieger mit drei Punkten belohnt. Noch krasser werden die Auswirkungen bei der Jugend, die grundsätzlich nur über 2 Gewinnsätze spielt. Ein 2:1 wird mit zwei Punkten für den Sieger und einem Punkt für den Verlierer gewertet.
Bei Punktgleichheit entscheidet die Anzahl der gewonnenen Spiele über die Tabellenplatzierung. Als nächste Kriterien werden zukünftig der Satzquotient und der Ballquotient herangezogen. Das bisherige Subtraktionsverfahren, wonach Satz- und Balldifferenz maßgeblich waren, wird durch das Divisionsverfahren abgelöst.

„Wenn diese Regelung schon heute gelten würde, hieße der Tabellenführer SG Menden-Much/Windeck, obwohl die ein Spiel mehr verloren haben als der TV Hörde“, hat Kreisvorsitzender und TVH-Geschäftsführer Klaus Wilke schon einmal Probe gerechnet. Die Hörder hätten wegen der vier Tiebreaksiege einen Punkt weniger auf dem Konto als die Spielgemeinschaft.
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