Lütgendortmunder Politik: Kreisverkehr muss her!

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Hohe Staugefahr herrscht an der Kreuzung A-40-Ausfahrt Lütgendortmunder Hellweg/Werner Hellweg und Wilhelmshöh. Ein Kreisverkehr soll hier für Entlastung sorgen.

Seit Jahren fordert die Bezirksvertretung Lütgendortmund einen Kreisverkehr an der A-40-Ausfahrt Lütgendortmunder Hellweg/Wilhelmshöh. Der rückt jetzt näher, weil die Stadt ein neues Gewerbegebiet in unmittelbarer Nähe am Werner Hellweg plant.

Haben sie schon mal die A-40-Ausfahrt Lütgendortmund genommen? Wer von dort nach links Richtung Lütgendortmund abbiegen will, muss manchmal viel Zeit mitbringen. Die Folge: Im Ohr der Abfahrt bilden oft lange Staus, die ungeduldige Autofahrer oft mit einem Trick umgehen. Sie fahren am Linksabbieger-Stau vorbei, biegen – meist ohne Warten – rechts in den Werner Hellweg ein und vollführen dort eine Wendemanöver Richtung Lütgendortmund. Zeitsparend, aber nicht ungefährlich. „Habe ich auch schon gemacht“, bekannte selbst Bezirksbürgermeister Heiko Brankamp.
Schon seit Jahren fordert die Bezirksvertetung die Entlastung des Knotens mit Lütgendortmunder Hellweg/Werner Hellweg/A40-ausfahrt und dem Sträßchen Wilhelmhöh durch einen Kreisel.
Der rückt jetzt näher, weil die Stadt ganz in der Nähe ein neues Gewerbegebiet plant. Zwischen Ausfahrt, Werner Hellweg und der Stadtgrenze Bochum liegt eine sechs Hektar große Fläche, auf der neue Firmen angesiedelt werden sollen, berichtete jetzt Konrad Hachmeyer von der Wirtschaftsförderung der Bezirksvertretung Lütgen­dortmund. „Ab 2014 wollen wir die Fläche anbieten.“
Zuvor muss hier aber noch Planrecht geschaffen werden. Es handele sich „um eine eher kleine Gewerbefläche“, berichtete Hachmeyer. Von der Gesamtfläche von sechs Hektar bleiben für die Ansiedlung rund 3,7 Hektar über, das entspricht einer Fläche von knapp vier Fußballfeldern.
Mit dem Gewerbegebiet soll auch der Kreisverkehr gebaut werden. Wenn auch kaum zeitgleich, warnte Planer Andreas Meißner vor überzogenen Erwartungen. „So schnell wird das nichts.“
Denn bis das Projekt Kreisverkehr spruchreif ist, muss noch einiges geschehen. So fehlt noch eine Verkehrspronose für das Jahr 2025. Ohne die gibt es von der Landesbehörde Straßen.NRW weder die Zustimmung noch finanzielle Unterstützung. Rund ein Drittel der 600 000-Euro-Investition soll aus der Landeskasse kommen. Apropros Geld: Auch der 400 000-Euro-Eigenanteil der Stadt müsste noch im Haushalt verankert werden.
Erst das Gewerbegebiet und dann irgendwann mal der Kreisverkehr – „auf dieses Vabanque-Spiel lassen wir uns aber nicht ein“, kündigte Bezirksbürgermeister Heiko Brankamp an. „Sonst stehen wir am Ende womöglich mit leeren Händen da.“ Die Verkehrsbelastung in diesem Knoten habe bereits die Schmerzgrenze erreicht. Eine Mehrbelastung sei nicht zu verkraften.
Ohne den Kreisel, so Brankamp in Richtung Wirtschaftförderung, werde es schwer, aus Lütgendortmund die Zustimmung zum neuen Gewerbegebiet zu bekommen. Eine klare Botschaft, die beim Wirtschaftsförderer Hachmeyer auch ankam: „Wir kümmern uns, aber wir können nichts versprechen.“
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