Mein Buchtipp: Stillgelegte Bahnstrecken im Bergischen Land

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Schienenbus als Denkmal auf der ehemaligen "Sambatrasse" in Wuppertal-Cronenberg.

Früher gab es im Bergischen Land ein dichtes Eisenbahnnetz. Der Journalist und Buchautor Bernd Franco Hoffmann hat sich auf die Spuren längst verschwundener Bahnstrecken zwischen Olpe und Wuppertal begeben. Für Eisenbahnromantiker und Freunde deutscher Eisenbahngeschichte ist sein druckfrisches Buch "Stillgelegte Bahnstrecken im Bergischen Land" absolut empfehlenswert.

Hoffmann erzählt faktenreich und unterhaltsam die Geschichte von 17 Nebenbahnstrecken. Die Sambatrasse in Wuppertal, die Niederbergbahn oder die Korkenzieherbahn sind heute beliebte Rad- und Wanderwege. Die Wuppertaler Nordbahn wartet noch auf ihre Fertigstellung als Freizeitweg. Immerhin gibt es einen Draisinenbetrieb auf einem 1,6 Kilometer langen Streckenabschnitt in Wuppertal-Loh. Aber wer kennt noch den "Balkanexpress" zwischen Remscheid-Lennep und Opladen oder die Stichbahn von Remscheid nach Hasten? Das einstmals dichte Netz der bergischen Eisenbahnen war spätestens Ende der 1990er-Jahre völlig ausgedünnt.

Die einzelnen Kapitel zeigen, dass es Bahn und Politik oft nicht schnell genug gehen konnte mit dem Herausreissen stillgelegter Gleise. Aber es gibt auch Hoffnung: Die Volmetalbahn soll noch 2013 reaktiviert werden. Auch auf den Radwegen könnten theoretisch wieder Gleise verlegt werden. Das Buch enthält 70 historische und aktuellen Fotos sowie eine Eisenbahnkarte aus dem Jahr 1938. Der Autor hat bei seinen Exkursionen auch Relikte auf völlig überwucherten und vergessenen Trassen entdeckt.

Das Buch ist am 19. April 2013 im Sutton-Verlag erschienen.


Auf der Facebook- und Internetseite des Autors stehen zusätzliche Informationen.
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