Mein schöner Garten: Zu Besuch bei Thomas Kratz in Gerresheim

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Thomas Kratz mit einem Relief von der Altarrückwand.

Der Garten von Thomas Kratz ist ein besonderes Kunstwerk, denn in dem Garten gibt es mehrere Kunstobjekte seines Vaters Max Kratz und seiner Mutter Gerda Kratz. Repliken mehrerer Großplastiken machen den Rundgang durch den Garten zu einem besonderen Kunstgenuss.

Thomas Kratz konnte viele Werke seines Vaters nur knapp vor der Verschrottung retten. Jüngst rettete er Kunstwerke seines Vaters aus der Lutherkirche in Marl-Hamm, bevor das Gebäude abgerissen wird. »Über einen ehemaligen Pfarrer der Gemeinde und Freund meiner Familie habe ich Anfang 2014 erfahren, dass die Lutherkirche in Marl-Hamm abgerissen werden soll«, berichtet Thomas Kratz. Bei seinen Kontakten mit dem Presbyterium der Gemeinde erfuhr er, dass der Beschluss zur Aufgabe der Kirche schon vor sieben Jahren gefallen war. Eine Bürgerinitiative hatte in den vergangenen Jahren noch die laufenden Kosten der Kirche übernommen und somit den Erhalt über die Jahre gesichert. Nun waren aber die Schäden an der Kirche so groß geworden, dass diese Kosten nicht mehr aufzubringen waren. Somit blieb nur noch der Abriss oder der Umbau in Wohneinheiten als Perspektive. Im Januar 2015 wurde die Kirche entweiht und wartet nun auf ihr Schicksal.

»Bei einem Besichtigungstermin Anfang 2015 habe ich dann festgestellt wie viel mein Vater dort gemacht hatte«, erzählt Thomas Kratz. Der Grundstein, die Türgriffe der Außentüren, die Türgriffe der Glastüren innen, die Kirchenbänke, die Kanzel, die Taufschale, der Altar, der Altarkerzenständer und die komplette Gestaltung der Altarrückwand mit drei Reliefs und einem Bronzekreuz (circa 2,60 Meter mal 1,20 Meter ) stammen von Max Kratz. Nach einigem Schriftverkehr erklärte sich das Presbyterium, auch dank des Einsatzes der Vorsitzenden Frau Winzbeck bereit, die Kunstwerke der Professor-Max-Kratz-Stiftung zu überlassen.

»Mit Hilfe und der Unterstützung von befreundeten Handwerkern und der Unterstützung vor Ort haben wir dann mit fünf Personen Anfang April 2015 mit der Demontage der Kunstwerke begonnen. Es konnten sämtliche Türgriffe sowie das Altarkreuz und zwei der in die Rückwand eingelassenen drei Reliefplatten sicher abgebaut und somit vor dem Abriss und der Vernichtung gerettet werden«, beschreibt Thomas Kratz. Diese Arbeiten nahmen allein einen ganz Tag in Anspruch, wobei das vertikal angebrachte Relief die größten Probleme bereitete: Eine Sicherung mittels Seilen war nicht so einfach möglich. Beide Reliefs wiegen je rund 150 bis 200 Kilo! Die Werke sind jetzt Eigentum der Max Kratz Stiftung. Thomas Kratz sucht noch mögliche Standorte, wo sie richtig zur Geltung kommen. Eine interessierte Gemeinde in Hamm hat sich schon gemeldet. Dort hat sein Vater auch die Kirche gestaltet. "Das würde gut passen", meint Thomas Kratz.
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Margot Klütsch aus Düsseldorf | 12.08.2015 | 16:43  
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