Arbeitsminister Schmeltzer beim Kamingespräch in der Handwerkskammer

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Andreas Ehlert mit Minister Rainer Schmeltzer. (Foto: Wilfried Meyer)

Landesarbeitsminister Rainer Schmeltzer sprach am Montagabend vor interessierten Familienunternehmer über Fortschritte bei der Flüchtlingsintegration in Nordrhein-Westfalen. Der Minister referierte
auf Einladung der Handwerkskammer Düsseldorf im Rahmen eines Kamingesprächs.

Das neue Integrationsgesetz sehe vor, dass Flüchtlinge nach der Ausbildung ein Aufenthaltsrecht für zwei weitere Jahre erhalten, erklärte Schmeltzer. Das Land finanziere außerdem ab sofort selbst zusätzliche Sprachkurse, um die Integration der Flüchtlinge mit Bleibeperspektive in den Arbeitsmarkt zu beschleunigen. Die Sprachförderung würde dabei mit Maßnahmen zur Berufsorientierung und -Vorbereitung verknüpft. Die Vorrangprüfung zugunsten deutscher Langzeitarbeitsloser entfalle künftig in den Gebieten mit niedrigen Arbeitslosenzahlen, nicht aber im Ruhrgebiet – was im Saal nicht ohne Widerspruch bei Anwesenden aus dieser Region blieb. Beifall bekam der Minister dagegen für seine Mahnung um Geduld: „Flüchtlinge füllen nicht die Fachkräftelücke von heute, sondern sind die Fachkräfte von morgen.“


Schwarzarbeit bekämpfen

Kammerpräsident Andreas Ehlert nutzte seinerseits die Gelegenheit des Ministerbesuchs, um eine nachhaltige Wohnraumversorgung für Flüchtlinge anzumahnen: „Auch da können wir als Handwerk helfen“, betonte der Kammerpräsident, der anschließend ein weiteres Brandthema aufrief: „Wir brauchen mehr faire Arbeit auf den Baustellen und in der digitalisierten Welt des Plattform-Kapitalismus.“ Der Minister sagte eine verstärkte Bekämpfung der Schwarzarbeit zu.

Ehrengäste der bisherigen Veranstaltungen der Reihe „Kamingespräch“ waren bislang unter anderen Christian Lindner, Hermann Gröhe und Hannelore Kraft.
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