LINKE fordert Bildungsoffensive für NRW

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Anlässlich des Ergebnisses der Zufriedenheitsumfrage unter Lehrern im Auftrag des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) vom Institut Forsa fordert Ezgi Güyildar, jugendpolitische Sprecherin des Landesverbandes DIE LINKE. NRW, eine bildungspolitische Offensive der Landesregierung. Die Lehrkräfte in NRW hatten der Bildungspolitik ihrer Landesregierung die im Ländervergleich mit Abstand schlechtesten Noten geben.

„Die Lehrkräfte in NRW haben Recht: Wir müssen endlich was tun. Ein inklusives Bildungssystem mit gutem Lernklima ist nicht über Sonntagsreden, sondern nur über mehr Lehrer und Sozialpädagogen, kleine Klassen und qualitative Lehr- und Lernmaterialen zu erreichen. Nicht kleckern, sondern klotzen ist das Gebot der Stunde. Nur so können wir ein Bildungswesen schaffen, das kein Kind zurücklässt“, erklärt Güyildar.

SPD und Grüne seien mit großen Versprechen in NRW angetreten, hätten aber bisher nicht geliefert. Seit Jahren werde über leere Kassen geklagt und bei Bildung an allen Ecken und Kanten gespart. Das Geldargument lässt DIE LINKE aber nicht gelten.

„Das Geld ist da, man muss es nur bei den Reichen und Superreichen einsammeln“, erklärt Güyildar. „Die Lehrer können den Preis für unser Schulsystem nicht mehr lange mit Überstunden und völliger Aufopferung zahlen.“

Ministerpräsidentin und Schulministerin seien in der Pflicht, in Berlin um die nötigen finanziellen Mittel zu kämpfen. Nach Auffassung der Linken muss Bildung nach den Bedürfnissen der Kinder ausgerichtet werden. Sie dürfe nicht weiter eine Geldfrage bleiben. Dazu sei eine Bildungsoffensive aufzulegen, die gute Schule für alle Kinder ermöglicht. Eine Schule, die die Potentiale aller Kinder fördert, könne nur funktionieren, wenn die Lehrer und Sozialpädagogen nicht überlastet seien und sich individuell um jedes Kind kümmern können. Die Integration Tausender Flüchtlinge habe den bestehenden Handlungsbedarf nur noch deutlicher gemacht. Zudem müsse sich die Landesregierung dem verheerenden Sanierungsstau an den Schulen annehmen und die materiellen Voraussetzungen für qualitativen Unterricht schaffen.
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