Politisches Frühstück mit Minister Johannes Remmel

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Kammerhauptgeschäftsführer Dr. Axel Fuhrmann, Kammervizepräsident Siegfried Schrempf, Landesumwelt- und Verbraucherminister Johannes Remmel und Kammerpräsident Andreas Ehlert (v.l.). Der Minister erhielt einen Präsentkorb mit handwerklichen Brot- und Wurstwaren. (Foto: Wilfried Meyer)

Landes-Verbraucherminister Johannes Remmel war heute zum Frühstück bei der Handwerkskammer eingeladen. Kammerpräsident Andreas Ehlert informierte den Minister im Rahmen eines „Politischen Frühstücks“ über die wachsende Zahl an bürokratischen und Kosten-Belastungen, unter denen das Lebensmitelhandwerk leidet. Insgesamt 80 Betriebsinhaber und Verantwortliche der Branchenverbände nahmen teil.

Billigbrötchen aus tschechischer Produktion für 17 Cent und Billigfleisch durch unterbezahlte osteuropäische Arbeitsbrigaden, benannte Ehlert als unmittelbare Bedrohung für das heimische Handwerk. Im Übrigen nehme der Kostendruck für die energieintensiv herstellenden Lebensmittelhandwerke gerade durch die EEG-Umlage beim Strompreis immer weiter zu. Darüber hinaus erschwere „eine Flut bürokratischer Vorgaben“ den Betriebsinhabern das Leben. Jüngstes Beispiel: die DIN-Norm 10505. Sie besagt, dass die Luft über der Verkaufstheke und im Publikums-, sowie im Produktionsbereich sich nicht mehr mischen dürfen. Umfangreiche Investitionen für Absaugung oder für Türluftschleieranlagen werden deshalb fällig, die - so der Düsseldorfer Handwerksbäcker Christoph Pass - in jeder Filiale rund 20.000 Euro teuer seien. Die Bäckerei Pass hat 16 Filialen.

Der Minister betonte, die Kosten-Sorgen der Betriebe ernst zu nehmen, empfahl andererseits den Betrieben, auch selbst durch betriebliche Investitionen in die energetische Modernisierung aktiv zu werden. "Energieeinsparung und Energieeffizienz sind für Betriebe mit hohem Verbrauch ein wichtiges Thema. Deshalb arbeiten wir schon lange daran, insbesondere Unternehmen mit hohem Energiebedarf dabei zu unterstützen, durch Effizienz- und Einsparmaßnahmen ihren Verbrauch und damit auch die Kosten zu senken,“ so Remmel. „Untersuchungen zeigen: Vor allem Betriebe der Nahrungsmittelproduktion könnten Einsparungen von 20 bis 30 Prozent realisieren."
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Heiner Pistorius aus Düsseldorf | 19.02.2016 | 22:20  
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