Bordfest der KG "Alle Mann an Bord" brachte Narren in Fahrt

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Ein ausverkauftes Bordfest feierten die "Blauen Jungs" am Karnevalssamstag
 
Sitzungspräsident Wilfried Schmitz (2.v.re)

Und auch den Bericht über das großartige Bordfest der KG Alle Mann an Bord in der Aula des Mannesmann Gymnasiums möchte ich noch nachliefern!

Auch das diesjährige Bordfest der KG Alle Mann an Bord war wieder beeindruckend und von einem tollen karnevalistischen Programm geprägt. Die Garde marschierte unter dem klingenden Spiel des „Tambourcorps der St. Hubertus-Schützenbruderschaft von Duisburg-Großenbaum“ unter Stabführung von Albert Fettweiß in die mit rund 300 Jecken gefüllte, rappelvolle Halle ein.

Zum Auftakt zeigten die Minigarde und das Tanzkorps auf der Bühne der Mannesmann Aula ihr Können bevor das Schunkelmedley und das 5er Kleeblatt durch den Saal schallten und die Gäste zum mitsingen und mitschunkeln animiert wurden.

Das bei gleich drei Offizieren der KG im Großenbaumer Tambourcorps, wovon noch zwei dem HDK Vorstand angehören, ein Ständchen für die Jecken im Saal eine Pflichtübung war, erfreute diese natürlich ganz besonders.

Nachdem Tambourcorps und Garde von der Bühne abmarschiert waren, ging ein herrlich buntes Programm über die Mannesmann Bühne.

Den Auftakt bildeten „Die 3 Colonias“, die seit 37 Jahren die Narren im Rheinland begeistern. Unddie Jecken sahen in Huckingen wohl einen der letzten Auftritte der alten Besetzung. Gründer Dieter Steudter und der Mertener Willi Wilden stiegen zum Sessionsende aus.

Herrlich anzuschauen die Persiflage auf das Colonia Duett mit den bekannten Zoten auf „dat Ei“ oder auch ihr in offiziellen Narrenkreisen beliebter Sessionshit von 2012 „Ich han en Mötz, ich bin jetz Präsident“.

Aber in welchen Variationen man das bekannte Volkslied „Alle Vögel sind schon da“ präsentieren kann, zeigte das Trio bravourös. Sei es in der kirchlichen Variante zu „Großer Gott wir loben dich“ oder als Countrysong und sogar in einer Elvis Imitation in der „Rock n Roll Version“! Das Publikum sang fleissig mit.

„Dä Bundeswehrsoldat“ war der nächste Programmpunkt und Humorist Hans Peter Fassbender aus Bergisch Gladbach überzeugte im Bundeswehr Drillich die Jecken im Saal voll und ganz. Schön seine Schilderungen der Alltagsprobleme mit ihren Höhen und Tiefen und unnachahmlich auch seine Mimik und Gestik, und sein ureigenstes Markenzeichen, die krumme Haltung, wurden oft kopiert aber nie erreicht. Mit seinem Auftritt brachte er das Publikum wieder einmal zum Brüllen.

Weiter ging es mit „Lieselotte Lotterlappen“, ein unvergleichliches Original. Die unvergleichliche Comedy Dame mit dem Zungenschlag eines Leguans bezog das Pubikum sofort in das Programm mit ein. Was diese lautstark, schrille „Alte mit Herz“ unglaublich beherrschte war ihr schier nicht zu bändigendes Mundwerk. Alles, was man bisher an Zeitgenossen kennengelernt hat, stellte Lieselotte mit Sicherheit in den Schatten.

Das liebenswerte Plappermaul mit der ulkigen 70er Jahre Hochfrisur und den längst aus der Mode gekommenen Accessoires aus ihrem Kleiderschrankes ist einfach nur zum schießen. Sie war urkomisch und vor allem spontan. Liebenswert und mit viel Fingerspitzengefühl erlebten die Gäste so manche witzige Situationen. Mit ihrer Instrumenten- und Gesangs - Show quasselte, sang, spielte und gar trompetete sich Lieselotte im Handumdrehen in die Herzen der Huckinger Zuschauer. Dafür gab es den ersten Torpedo des Abends

Dann hieß es „Der Müller kommt“. Und mit Julius Müller hatte man einen Parodisten und Entertainer gewonnen, der mit Hits aus den 70er und 80er Jahren den Nagel und den Geschmack des Publikums voll und ganz auf den Kopf traf. Das war nicht einfach nur Gesang, nein es war eine mitreißende Gesangsshow, in der der Künstler alle Register der musikalischen Unterhaltungskunst zog. Da sah man die Stars der 70er und 80er Jahre. Sei es „Hossa“ Rex Gildo, oder Udo Jürgens oder Wolfgang Petry und Peter Maffay uvm. Da lernte die Stars von Gestern von einer ganz anderen Seite kennen. "Der Müller" parodierte die Stars und heizte in seiner Show den Zuschauern so richtig ein.

Und auch die Rezag Husaren, das Tanzcorps und der Porzer Ehrengarde KG Fidele Grön - Wieße Rezag zeigten Tanzakrobatik per excellence die sich sehen lassen konnte. Atemberaubend waren teilweise die Sprünge und Tänze, die die Tänzer als wahre Könner ihres Fachs zeigten! Die 40 jungen Männer wirbelten einmal mehr über die Bühne der Mannesmann Aula und bewiesen, dass es sich bei dieser Art Tanz um Hochleistungssport handelt.

Und auch die nächste Gesangsgruppe „ De Stroßenräuber“ verwandelten die „Narrhalla“ von Huckingen zur „Partymeile“. Mit bekannten Karnevalsschlagern, diese übrigens alle live gespielt und gesungen, brachten sie das Publikum auf Touren. Mit „Denn wenn dat Trömmelchen jeht“ oder „Die Pure Lust am Leben“ trafen sie genau den Nerv des Publikums. Eine Zugabe durfte auch hier nicht fehlen.

Am Ende eines von herrlich karnevalistischen Höhepunkten geprägten, maritimen Bordfestes marschierten dann noch einmal die „Blauen Jungs“ in den Saal ein und brachten zum herrlichen Schlussbild Prinz Dirk II. und seine Prinzencrew mit. Diese zeigten ihre Bühnen-Show und begeisterten noch einmal die Jecken.

Nach dem tollen Bühnenprogramm feierten die bunt kostümierten Jecken noch bis in den Sonntagmorgen hinein.

Die Fotostrecke von LOKALKOMPASS Fotograf Detlef Schmidt ist hier zu finden:

http://www.lokalkompass.de/duisburg/kultur/fotostr...
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