Auch für die u18.2 gilt: Ohne Fleiß kein Preis

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Duisburg: Lutherschule | Nach der unnötigen Niederlage beim TuS Rheinberg standen die jungen Basketballer die BG Duisburg-West im Heimspiel gegen den Tabellenführer VfL Merkur Kleve mächtig unter Druck. Wollte man die Chance auf die Meisterschaft wahren, musste ein Sieg her. Die Ausgangslage war allerdings nicht unbedingt optimal. Mangels Trainingsbeteiligung war unter der Woche keine geordnete Vorbereitung möglich. Zudem musste mit Marvin Welberts der etatmäßige gesunheitsbedingt sein Aus im Basketballsport erklären. Umso erfreulicher für Coach Andreas Rimpler, dass er im Spiel auf alle Spieler zurückgreifen konnte.

Die ersten beiden Minuten des Spiels verschliefen die Westler und gestatteten den Gästen so eine schnelle 0:4 Führung, die Coach Rimpler zu einer umgehenden Auszeit zwang. Sein Weckruf schien zu fruchten, den angeführt von Serkan Colak gelang es den Duisburgern, den Rückstand bis zur Mitte des Viertels in eine 6:4 Führung umzudrehen. Allerdings versäumten es die Gastgeber in dieser Zeit die Vorgaben des Coaches umzusetzen und die Schnelligkeitsvorteile durch eine gute Transition auszuspielen. Der Ball wurde regelmäßig gemächlich nach vorne gebracht, so dass die Klever in Ruhe ihre Zonenverteidigung aufbauen konnte. Und nun begann sich die fehlende Trainingsbeteiligung zu rächen. Der Ball wurde nur wenig, wie vom Coach gefordert, bewegt und so die gegnerische Zone zu Fehlern zu zwingen; und nur selten wurde die Zone mit und ohne Ball attackiert. Ein Angriffsfluss kam so kaum zu Stande. Und da auch in der Defense nicht aggressiv genug verteidigt wurde, konnten die Gäste so wieder die Führung erobern und sich bis zum Viertelende leicht auf 12:18 absetzen.

Im zweiten Viertel entbrannte ein zäher Kampf; die BGler versuchten, den Vorsprung zu verkürzten, die Gäste sich weiter abzusetzen. Die Westler verteidigten zwar nun intensiver, gestatten den Gästen weniger leichte Punkte. Allerdings belohnten sie sich nicht entsprechend in der Offense, ließen den einen oder anderen einfachen Korbleger ungenutzt liegen; und schalteten auch zu selten schnell von Defense auf Offense um. So hätte das Viertel auch prompt unentschieden geendet, wäre den Klevern nicht in der Schlusssekunde noch ein erfolgreicher Dreier zur 24:33 Halbzeitführung gelungen.

In der Halbzeitpause wies Coach Rimpler seine Jungs auf die Möglichkeiten zum Sieg hin, forderte neben der aggressiveren Defense eine schnellere Transition. Vorgaben, die das Team diesmal umsetzte und sich auch prompt belohnte und sich in der Anfangsphase des Viertels auf 32:35 herankämpfte. Doch statt nun weiterzumachen, gönnten sich die BGler eine „Verschnaufpause“, die die Gäste prompt nutzen, um sich wieder auf 34:44 abzusetzen. Allerdings keine Vorentscheidung, den nun spielte insbesondere Lukas Dreßler seine Grundschnelligkeit aus und brachte sein Team bis zum Viertelende wieder auf 40:44 heran.

Doch wie im dritten Viertel, so vergaßen die Duisburger es, das Spiel zu Beginn des Schlussviertels endgültig zu ihren Gunsten zu drehen. Der Auftakt wurde „verschlafen“, den Klevern ein 0:6 Lauf gegönnt, die es nun clever verstanden, die zehn Punkteführung bis in die Schlussphase des Spiels zu verteidigen. Der 8:0 Schlusslauf der BGler in den letzten drei Minuten zum zwischenzeitlichen 56:59 kam dann zu spät, zumal die Westler in der Schlussminute mehre Möglichkeiten, das Spiel auszugleichen fahrlässig vergaben, so dass die Gäste sich den Sieg mit einem erfolgreichen Freiwurf zum 56:60 sichern konnten.

Coach Andreas Rimpler war nach dem Spiel sichtlich enttäuscht. „Das Spiel hat gezeigt, dass Talent alleine nicht ausreicht, um Spiele zu gewinnen. Bis in die Jugendklasse u16 kann man es durchaus noch ohne großes Training schaffen, Kreismeister zu werden. Da aber ab der u18 die Mann-Mann-Verteidigung nicht mehr vorgeschrieben ist, ist es ungleich schwerer, spiele ohne Training zu gewinnen. Denn gerade gegen Zonenverteidigungen ist es wichtig, regelmäßig zu trainieren, um dann als Team eine Zonenverteidigung aushebeln zu können. Heute mussten die Jungs schmerzhaft erfahren, dass es eben ohne regelmäßiges Training keinen Preis, sprich keinen Sieg gibt.“

Es spielten: Serkan Colak (20 Punkte), Tobias Stremlow (14), Lukas Dreßler, Paul Petzold (je 6), Melih Aslan (4), Alex Pauly, Dede Jan Tekeli, Jan Knopp (je 2), Koray Gündogan
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