Hildegard Pütz war auf Reisen

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Hildegard Pütz vor einem ihrer Fotografien. Dieses Bild entstand 2013 in Athen. Es ziert gleichzeitig die Einladung zur Ausstellung am kommenden Sonntag im Schlösschen Borghees. Foto: Jörg Terbrüggen

Hildegard Pütz hat viel zu erzählen, von ihren Reisen, ihren Bildern, von Büchern und Erlebnissen, oder aber auch vom Schlösschen Borghees. Die Künstlerin, die am Sonntag das 70. Lebensjahr vollendet, präsentiert erstmals 42 großformatige Bilder ihrer Reisen in den Mittelmeerraum. Gleichzeitig erzählt sie aus der Geschichte des Schlösschens.

Es sind weder Landschaften, noch Menschen oder Tiere, die Hildegard Pütz auf ihren Reisen ablichtete. Es sind Wände, bunt bemalt, alt, verkrustet. Der Zahn der Zeit hat hier seine Spuren hinterlassen, oder es waren Menschen, die ihre Gedanken mit zum Teil literarischen Sprüchen an die Wände gesprüht haben. Unzählige Bilder sind so entstanden, weil Hildegard Pütz diese alten Mauern inspiriert haben.
"Es sind Schichten über Schichten von Farben, die dort zu sehen sind", bemerkte Hildegard Pütz. Gerade das faszinierte sie als bekennende Malerin. "Oftmals haben hier Menschen etwas geschrieben und andere darauf geantwortet, zum Teil waren es ihre Gedanken, zum Teil auch politische Aussagen." Das Bild auf ihrer Einladungskarte war 2013 in Athen entstanden. "Ich kam aus der U-Bahn und sah die junge Frau vor der Wand sitzen. Auf ihr stand der Spruch "Du fragst haben sie mir gesagt ob ich noch herumwirbele...ja und wie." Ich fand das einfach toll." Zu jedem ihrer Bilder kann Hildegard Pütz eine Geschichte erzählen. "Auch der Betrachter kann eindringen in die Bilder, kann die Wände fühlen."
Die Künstlerin wohnt in Dornick, natürlich in einem alten Haus. "Das ist meine Werkstatt", schmunzelte sie. Eine Zeit lang war sie in der Schule in Aspel, unterrichtete dort Kunst. "Seit ich freiberuflich bin, bin ich auf Reisen." Tunesien, Algerien, Malta, Türkei oder Kreta waren einige ihrere Ziele. "Die Bilder stammten aus dem Zeitraum von 1974 bis 2013." Früher hat sie ihre Fotos noch selbst entwickelt, jetzt, mit der neuen Technik, hat sie eine Hilfe. "Die Qualität der Farben, so wie es heute möglich ist, konnte ich früher nicht hinbekommen", bemerkte Hildegard Pütz.
Bevor ihre Ausstellung eröffnet wird, blickt die Künstlerin zurück auf die Geschichte des Schlösschens Borghees. "Spannend ist die Architektur, die niederländisch beeinflusst ist. Die Holländer haben hier eine monumentale Architektur geschaffen. Der Name des Hauses hat etwas mit der Struktur der Fassade zu tun."
Hildegard Pütz würde sich in diesem Zusammenhang sehr darüber freuen, wenn sich eine Gruppe zusammen fände, die sich mit der langen Geschichte des Hauses beschäftigte.
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