Zweiter Betreiber für psychosomatische Klinik gefunden

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Mona-Geschäftsführer Hans Beekmann zeigt, was sich auf dem ehemaligen Kasernengelände alles tut. Foto: Jörg Terbrüggen

Die "Welt im Döschen" haben die Verantwortlichen der Mona GmbH noch lange nicht. Doch in Sachen Finanzierung und Planung auf dem ehemaligen Kasernengelände sind sie ein ganzes Stück weiter vorangekommen. Sogar weit mehr als manche dachten.

Eine Pressemitteilung hatte zunächst für Verwirrung gesorgt. Da war die Rede davon, dass die Balthazar-Unternehmensgruppe Mehrheitsgesellschafter der Mona würde. Was hatte dies nun zu bedeuten? War die Mona damit etwa raus aus dem Rennen? Mitnichten. "Wie der Name es schon sagt, ist die Unternehmensgruppe nun Mehrheitsgesellschafter", erklärte Engelbert Menne, Geschäftsführer der Tack-Vermögensverwaltung in Düsseldorf. Die Tack und die Balthazar sind nun die beiden Gesellschafter.

Mehr Kompetenz eingebaut

"Für die Mona GmbH entsteht nun ein Betätigungsfeld, mit dem wir nichts zu tun haben, nämlich das Bauen. Hier gibt es nun zwei Möglichkeiten", so Menne. "Entweder man kauft sich einen Dienstleister ein, oder man baut sich im Rahmen der Gesellschafterstruktur die Kompetenz mit ein und verbessert damit auch die Kapitalstruktur." Dies ist nun geschehen. Balthazar verfügt über langjährige Erfahrungen und Referenzen, und ist ein Garant für die Realisation anspruchsvoller Großobjekte. Sie freuen sich bereits auf die Umsetzung. Unterstützt wird die Balthazar durch die btd Bauteam Deutschland, die für das technische Projektmanagement und die Steuerung zuständig sind.
Auf dem Kasernengelände geht es ebenfalls voran. "Für die Bereiche Pflege und Betreutes Wohnen haben wir bereits eine Baugenehmigung. Im April soll mit den Arbeiten begonnen werden, die Eröffnung ist für den 1. Juli 2018 vorgesehen. 80 Plätze in der Altenpflege, 40 in der Demenz und 20 in der Tagespflege werden jetzt in Angriff genommen. Betreiber ist die europaweit tätige Korean-Gruppe. Gebaut werden auch zwei Wohnblöcke mit jeweils 24 Wohneinheiten zwischen 45 und 65 Quadratmetern. Die Korean-Gruppe hat eine Bau- und Ausstattungsbebtreibung vorgegeben, um die Fertigstellung kümmert sich jetzt der Investmentfond Patrizia, die die Objekte schlüsselfertig übergeben.
Den Hochbau macht ein österreichisches Unternehmen mit einer Niederlassung in Deutschland. Drei kleine Bunker auf dem ehemaligen Kasernengelände müssen jetzt noch entfernt werden, dann kann der Startschuss zum Bau fallen. Danach soll ein Medizinisches Zentrum und eine psychosomatische Klinik entstehen. "Damit sind wir zurzeit im Gange", so Menne. Der entsprechende Bauantrag soll im zweiten Quartal diesen Jahres gestellt werden. "Etwa ein halbes bis dreiviertel Jahr nach dem ersten Baubeginn soll der zweite Teil in Angriff genommen werden. Die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2019 geplant." Für die Psychosomatische Klinik gibt es bereits mit einem Betreiber aus Süddeutschland einen Mietvorvertrag, die Entwurfsplanung ist in Arbeit. 120 Zimmer hat der Betreiber vorgesehen.

Parkhaus und Energiezentrum

"Das Medizinische Zentrum ist schon komplett überbelegt", so Engelbert Menne. Hier wird eine Geriatrie, eine Physiotherapie und einiges mehr untergebracht. Damit verbunden ist auch der Bau von zwei Gebäuden mit 60 Ein- und Zweizimmerwohnungen, die im 3. Quartal 2018 bezugsfertig sein sollen. Sie sind für Mitarbeiter bestimmt. Entstehen sollen auch noch sechs Wohnblöcke mit jeweils zwölf altersgerechten Servicewohnungen. Die werden jedoch erst nach Bedarf errichtet. Geplant ist auch schon der Bau eines Parkhauses auf dem Gelände, wo sich Gewerbe ansiedeln soll. Es wird 500 Stellplätze haben, die für Klinikbesucher bestimmt sind. Ein Kölner Parkhausbetreiber wird es übernehmen. Daneben entsteht ein Energiezentrum.
Weitere Gewerbeflächen sind noch nicht verkauft. Von den 90.000 Quadratmetern gibt es für gut 15.000 Quadratmeter fünf bis sechs ernsthafte Interessenten.
"Die Überlegung, was bringe ich dort unter, haben wir bisher noch nicht gemacht. Es wird aber um kleinteiliges Gewerbe gehen. Ein Logistik-Unternehmen mit einem Betrieb sieben Tage über 24 Stunden wird dort keinen Platz finden", erklärte Engelbert Menne. In Angriff genommen werden soll demnächst auch der Bereich Allgemeines Wohnen. Hier steht eine Fläche von 18.000 Quadratmetern bereit. Dazu wird dann die Turnhalle auf dem Gelände abgerissen. Der Bereich "Wohnen mit Pferd", der ursprünglich einmal in Verbindung mit einem Reitsportzentrum geplant war, ist vom Tisch. "Hier denken wir an eine Umstrukturierung des Areals von 30.000 Quadratmetern." Hans Beekmann, Geschäftsführer der Mona GmbH, zeigt, wie sich der Gesundheitspark entwickelt hat. Foto: Jörg Terbrüggen
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