Der Emmericher Hafen boomt

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Der Emmericher Hafen boomt. Die Zahlen zeigen nach oben und auch die Prognosen für die Zukunft sehen rosig aus. Foto: Jörg Terbrüggen

„Ich hatte gedacht, hier stehen nur ein paar Container herum“, hatte unlängst ein Besucher des Emmericher Hafens geäußert. Umso überraschter war er, als er sich ein genaues Bild vor Ort machen konnte. Der Hafen boomt, und das seit einigen Jahren. Und die Prognosen zeigen weiter nach oben.

Schaut man sich die Umschlagzahlen der letzten Jahre im Emmericher Hafen an, so zeigt die Entwicklung - mit einigen Ausnahmen - stets nach oben. „Das ist schon im Konzert der Häfen, wenn wir Duisburg mal außen vor lassen, ein Wort“, freute sich Udo Jessner. Und Geschäftsführer Michael Mies vom Rhein Waal Terminal fügte hinzu: Duisburg hat mehrere Terminals, und nicht alle wasserseitigen Terminals fahren das Emmericher Ergebnis. Wir hier sind flächenarm mit einer relativ kurzen Kranbahn.“
Die Erfolgsgeschichte kommt nicht von ungefähr. „Über die letzten 15 Jahre sind der Hafen und die Ansiedlung gewachsen“, so Mies. „Die BLG würde es nicht geben, gebe es den Terminal nicht“, so Jessner. Der Transportweg über den Rhein funktioniert halt auch staufrei und schnell, viele wollen weg von der Straße. „Aber natürlich haben wir auch einen guten Job gemacht“, schmunzelte Mies.

Weiteres Wachstum vorausgesagt

Emmerich und der Hafen haben sich in den letzten Jahren bei den Kunden einen guten Ruf gemacht. Hier wird zuverlässig abgewickelt. Die Zahlen stimmen also, die Kunden sind zufrieden und die Prognosen weisen weiteres Wachstum aus. Doch hier beginnt die Geschichte zu stocken. Denn Stand jetzt hat der Hafen seine Kapazitätsgrenze erreicht. Viel Erweiterungsfläche ist in naher Zukunft nicht absehbar. Dennoch will man den Kopf nicht in den Sand stecken, hat konkrete Pläne in Arbeit und bereits erste Gespräche mit der Bezirksregierung geführt. „Die Pläne zur Erweiterung gibt es bereits seit etwa drei jahren. Jetzt aber werden sie konkreter und sind erweitert worden“, bemerkte der RWT-Geschäftsführer.
Im Hinterland ist nichts an Fläche zu gewinnen, wohl aber gegenüber dem Hafenumschlag. Dort wo Flora und Fauna ein ruhiges Dasein fristen. Dort könnte zum Beispiel ein zusätzlicher Terminal, eine Kranbahn und eine Schienenanbindung dafür sorgen, dass man mit den Prognosen für 2025 sehr gut leben könnte. Allerdings gibt es da ein nicht unerhebliches Problem: die Fläche ist ausgewiesenes FFH-Gebiet.

Hürde müssen wir überwinden

In den Richtlinen werden Arten und Lebensraumtypen genannt, welche besonders schützenswert sind und für die ein Schutzgebietsnetz aufgebaut werden soll. „Diese Hürde müssen wir überwinden. Daher auch das Gespräch mit der Bezirksregierung, bei der wir abgefragt haben, was alles zu tun ist, um diese Fläche aktivieren zu können“, so Jessner. Der Naturschutzbund hat laut Jessners-Aussage keine Bedenken.
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