Praester König: "Heute war es mir egal"

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Ein strahlendes Königspaar: Glücklich präsentiert Christian Ising die Überreste des Vogels und seine Königin, Ehefrau Angelique Roos-Ising. Fotos (2): Jörg Terbrüggen
 
Vogelbauer Bernhard Epping mit "seinem" hölzernen Federvieh.

Die Sonne schien zwar nicht vom Himmel, dafür aber strahlte Christian Ising über das ganze Gesicht. Hatte er doch im dritten Anlauf endlich das ersehnte Ziel erreicht, König von Praest zu werden. Glücklich hielt er die Überreste des Vogels in die Höhe und seine Ehefrau und Königin Angelique Roos-Ising im Arm.

Petrus war in diesem Jahr kein Praester Schütze. Schon am Samstag goss es in Strömen und auch beim Königsschießen begann es zu regnen. Davon unbeeindruckt waren allerdings die fünf Schützen, die gerne die Nachfolge von Wolfgang Schmitz antreten wollten. Lange Zeit hielt der von Bernhard Epping gezimmerte Vogel den Schüssen stand. Nur minimal bewegte er sich von der Stelle.
Dann ging ein Raunen durch die Zuschauer, als der Vogel ein Stück nach rechts rutschte. Doch er schien sich weider gefangen zu haben, bis Patrick Prehn ans Gewehr trat. Angefeuert von seinen Kameraden hielt er drauf und traf. Doch das hölzerne Federvieh wollte nicht fallen und so erledigte Christian Ising mit dem 52. Schuss den Rest. "Ich habe ein, zwei Mal probiert und wollte unbedingt König werden. Heute war mir das eigentlich egal. Aber nun ist es halt so gekommen", so die ersten Worte nach vielen Umarmungen.
Der 50-jährige Personaldienstleister nahm die vielen Glückwünsche entgegen und den innigen Kuss seiner Frau Angelique, die nun mit ihm die Praester Schützen regiert.
Zuvor hatten sich bereits andere Schützenkameraden gefreut. Wie Gerhard Stamm, der sich beim Preisschießen den Reichsapfel des Vogels sicherte. Das Zepter fiel nach einem Treffer von Harald Reuling. Den Kopf ergatterte mit einem gezielten Schuss Christian Ising. Beim Kampf um den linken Flügel war Thomas Ruß erfolgreich, die rechte Schwinge nahm Martin Siemes mit nach Hause. Neuer Jungschützenkönig wurde übrigens Justin Ising, neuer Kaiser Stefan Berkowich.
Im Rahmen des Festes erhielt Larissa Schmitz den Fahnenschwenkerverdienstorden in Bronze. Das silberne Verdienstkreuz nahmen Lutz te Baay, Patrick Prehn, Rolf Rademacher und Dirk Schünemann entgegen. Den Jugendverdienstorden der Diözese Münster in Silber ging an Carina Berns. Bezirksbrudermeister Johannes Griebler durfte dann noch Ludger Kock und Michael Kühn mit dem Hohen Bruderschaftsorden auszeichnen. Vogelbauer Bernhard Epping mit seinem hölzernen Federvieh.  25 Jahre bei den St. Johannes-Schützen sind Dirk Hegmann, Reinhold Maas, Dr. Peter Opgen-Rhein, Michael Rozendaal, Janus de Viet und Daniel Wittenhorst.
 40 Jahre im Verein sind Hubert Elshoff, Theo Held, Hermann-Josef Knopppik, Frank Rzesznick und Michael Wolters.
 Auf ein halbes Jahrhundert konnten Wilhelm Ebbing, Johannes Flagge, Heinz Geßmann, Erwin van Haaren, Karl Opgen-Rhein, Bernhard Overgoor, Martin Peters, Rolf Rademacher, Heinz van de Sand und Georg Syberg zurück blicken.
 Stolze 60 Jahre bei den Grünröcklen sind Heinz Derksen, Karl Geßmann, August Ingelaat, Theo Ising, Johannes Opgen-Rhein, Franz Weinmar und Theo Wolters.
65 Jahre gehören Heinz Feldhaus und Karl Tebaay der St. Johannes Schützenbruderschaft an. Ehrungen
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