Gruppenergebnis König - Wolgang Bolz regiert Borussia

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Da packt selbst die Königin mit an, wenn der neue Schützenkönig der Borussia auf die Schulter seiner Kameraden gesetzt wird. Wolfgang Bolz hält triumphierend den Holzvogel in der Hand. Foto: Jörg Terbrüggen

Lange hatte Direktor Bert Griksch zittern müssen. Die vielen Gespräche schienen ins Leere zu laufen. Auch nach dem dritten Aufruf blieb der Schießstand verwaist. Sollte es wirklich das erste Mal in der Geschichte der Schützengesellschaft Borussia werden, dass niemand auf den König schießt. Kein Regent? Keine Feier?



Es waren die Kameraden aus dem 1. Zug, die Griksch erlösten. Seine Kameraden, denn auch Griksch gehört dem ersten Zug an. Die Erlösung stand ihm im Gesicht geschrieben als er sagte: „Ich bin richtig stolz auf euch.“ Das freudige Ergebnis verkündete er sofort dem Schützenvolk, dass fünf seiner „Getreuen“ den Kampf mit dem Federvieh aufnehmen wollten.
Und aus Zug 7 gesellte sich dann auch noch ein Schütze dazu, der bereits den Namen trug, was alle anderen werden wollten, nämlich König. Und so trudelte das Sextett am Schießstand ein, und mittendrin Franz Feyen. Der ausgewiesene Pazifist warf seinen Handschuh aus Kameradschaft in den Ring, ließ sich in aller Ruhe das Gewehr erklären. Und wer nun glaubte, der schieße einfach nur so mit, der sah sich getäuscht. Franz Feyen hielt drauf, wollte den Vogel tatsächlich von der Stange holen.
Den Anfang machte um 19.30 Uhr Jürgen Schneegans. Einer nach dem anderen hielt auf die kleine Holzplatte, auf der der Vogel befestigt war. Bei herrlichem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen verfolgten viele im Garten neben dem Schützenhaus Hebben das spannende Schießen. Den Vogel schien das allerdings wenig zu interessieren. Er hielt von oben Ausschau auf die Schützen und bewegte sich nicht einen Millimeter. Dann war es der 60-jährige Wolfgang Bolz, der dem Wettstreit ein Ende setzte. Mit dem 46. Schuss brach der Widerstand, und der Vogel knickte ein. Der Beamte nahm es gelassen. „Ich fühle mich nicht anders als vorher. Wir wussten ja, was wir taten. Es ist daher auch kein Einzelpreis, sondern ein Gruppenergebnis. Egal wer es geworden wäre, wir hätten ihn unterstützt.“ Mit freuen durfte sich an diesem lauen Sommerabend auch seine Ehefrau Uta, die mit ihm nun ein Jahr lang die Schützenfamilie regieren wird.
Weniger nervenaufreibend verlief dagegen das Preisschießen. Hier beteiligen sich schließlich alle Schützen. Einer Dame war es vorbehalten, das Krönchen für die Ehrengäste zu schießen. Es war die stellvertretende Bürgermeisterin Elke Trüpschuch. Den Kopf holte sich dann Christian Pommerin. Die beiden Flügel teilten sich Rolf Wiskamp (rechts) und Alfred Weicht. Der Reichsapfel ging in den Besitz von Michael Wulf über, das Zepter darf nun Bert Griksch sein Eigen nennen.
Neuer Jungschützenkönig wurde übrigens Jan Sluyter. Freuen durften sich auch Jürgen Schneegans, Markus Elbers und Manfred Langanke über ihre 25-jährige Mitgliedschaft. Auf immer schon 40 Jahre Zugehörigkeit zu den Schützen blickte Jan-Uwe Thiele zurück.
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