Ex-Essenerin Islacker schießt SGS mit drei Treffern ab

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Gegen Frankfurt hat es nicht geklappt. Doch gegen Gladbach wollen die Essenerinnen am kommenden Sonntag ihre Chance auf Wiedergutmachung nutzen. Fotos: Gohl

Es lief für die SGS Essen alles andere als rund: Mit einem klaren 0:3 musste sich das Team von Trainer Daniel Kraus gegen den 1. FFC Frankfurt geschlagen geben. Damit warten die Essenerinnen immer noch vergeblich auf ihren ersten Sieg nach der Winterpause.

Nach dem unglücklichen 2:2 im Hinspiel und dem Last-Minute-Aus im Pokal sollte vor heimischen Publikum gegen die Frankfurterinnen eigentlich die Revanche her. Doch davon waren die Essenerinnen weit entfernt. „Eigentlich müsste man sich bei allen Zuschauern entschuldigen, die hier waren“, gibt Kraus zerknirscht zu.
Dabei liefen die ersten 20 Minuten gar nicht mal so schlecht für die SGS. Die Essenerinnen begannen offensiv und spielten schnell nach vorne. Die erste Möglichkeit gab es in der 4. Minute. Linda Dallmanns präzise Flanke kurz vor dem Strafraum fand bloß keine Abnehmerin. Nach einem dicken Fehler von Isabel Hochstein fiel nach einer knappen halben Stunde das 0:1 für die Gäste. Die Verteidigerin verlor den Ball an ihre Gegenspielerin, die im Strafraum nur noch mit einem Foul gestoppt werden konnte. Den daraus folgenden Elfmeter verwandelte die gebürtige Essenerin Mandy Islacker souverän. Keine fünf Zeigerumdrehungen später war es wieder Islacker, die nach einem Pass frei vor dem Kasten stand und nur noch an Torhüterin Lisa Weiß zum 2:0 einschieben brauchte. Spätestens jetzt klappte kaum noch etwas bei der SGS. In der 37. Minute bekam Charline Hartmann eine Chance zum Anschlusstreffer, als sie kurz vor dem Strafraum versuchte den Ball über Torhüterin Desiree Schumann zu lupfen. Auch Dallmann hatte den Anschlusstreffer auf dem Fuß: Nach einem direkten Freistoß traf sie die Latte. Mit dieser Aktion ging es für die Teams in die Kabinen.

Lehrstunde in Sachen Einsatzwillen

Zehn Minuten nach Wiederanpfiff probierte es Kapitänin Irini Ioannidou mit einem Schuss aus der linken Ecke, aber die Torhüterin war rechtzeitig zur Stelle. In der 77. Minute machte Islacker mit ihrem Hattrick den Sack endgültig zu: Gekonnt spielte sie die Abwehr der SGS aus und brauchte auch dieses Mal nur locker zum 0:3 Endstand einzuschieben.
„Wir haben von Frankfurt eine Lehrstunde in Sachen Einsatzwillen bekommen. Wir waren in den Zweikämpfen einfach nicht präsent genug und haben unsere Torchancen nicht effektiv genutzt“, analysiert der SGS-Couch nach der Pleite. Am kommenden Sonntag in Mönchengladbach haben die Essenerinnen aber die Chance auf Wiedergutmachung. Anpfiff der Partie ist um 11 Uhr.

Text: Charmaine Fischer
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