SGS Essen startet am Sonntag rot-weiß in die neue Saison

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Mit diesem 22-köpfigen Kader startet die SGS Essen in die neue Spielzeit der Allianz Frauen-Bundesliga. Die Mannschaft von Cheftrainer Markus Högner hat direkt zu Beginn der neuen Spielzeit eine harte Nuss zu knacken. Im ersten Spiel wartet Champions-League-Sieger Frankfurt. Um 11 Uhr wird die Partie am Sonntag in der Mainmetropole angepfiffen. (Foto: Gohl)

Die neuen rot-weißen Trikots sind ganz nach dem Geschmack der Spielerinnen. Der Trainer schaut weniger aufs Optische. Die Vorbereitung auf die neue Bundesliga-Saison war ganz nach seinem Geschmack. Auch die Spielerinnen blicken entspannt zurück. „Wir sind zu einem Team zusammengewachsen“, freut sich Mittelfeldspielerin Linda Dallmann.

Der Essener Bundesligist hat sich sinnvoll verstärkt. Mit Kirsten Nesse (Angriff) und Nina Brüggemann (Abwehr)sind zwei erfahrene Spielerinnen an die Ardelhütte geholt worden. „Man hat bereits in den Vorbereitungsspielen gesehen, dass wir personell nun in der Lage sind, deutlich flexibler zu spielen als in der letzten Saison“, analyiert Dallmann die neuen Möglichkeiten.
Die junge Mittelfeld-Akteurin ist bereits in der fünften Spielzeit für die SGS Essen aktiv. Chefcoach Markus Högner setzt große Hoffnungen in die Studentin. „Wir haben auch in dieser Saison eine sehr junge Mannschaft. Ich setze voll auf Linda, dass sie sich trotz ihrer jungen Jahre schon jetzt zu einer echten Führungsspielerin entwickeln wird.“

Konzept setzt auf den eigenen Nachwuchs

Das Konzept, das die Schönebecker seit Amtsantritt von Markus Högner vor knapp fünf Jahre fahren, trägt längst Früchte. Man hat sich in der Liga etabliert. Die letzte Saison konnte die Mannschaft als Tabellenfünfter beenden.
„An den vier großen Teams der Liga kommen wir nicht vorbei, die sind eine Klasse für sich“, analysiert der Coach und hofft auf einen erfolgreichen Start in die neue Spielzeit. „Der ist wichtig. Damit erst gar nicht eine resignative Stimmung bei den Mädels aufkommt.“

Schwieriges Anfangsprogramm mit Frankfurt, Jena und Hoffenheim

Das Punktesammeln könnte sich bei dem aktuellen Auftaktprogramm allerdings als schwierig erweisen. Denn nach Frankfurt und dem SV Sand warten mit Bayer Leverkusen, Jena, Hoffenheim und Turbine Potsdam nicht gerade einfache Gegner auf das Team von der Ardelhütte.
„Die Liga ist viel enger zusammengerückt, die Leistungsdichte ist enorm“, so der Trainer. Mit Freiburg (angesichts der Neuverpflichtungen) und Hoffenheim (die haben sich nach zwei Spielzeiten fest in der Liga etabliert) sieht er gleich zwei Teams, die mit seiner Mannschaft um den fünften Tabellenplatz hinter den Liga-Giganten Frankfurt, Potsdam, Bayern und Wolfsburg buhlen. „Das Ergebnis aus der letzten Saison zu wiederholen, das ist unser erklärtes Ziel.“ Dass es nicht leicht wird, daran lässt der Coach keine Zweifel.

Dreieinhalb Monate ohne Meisterschaftsspiel

Doch die Leistungen seiner Mannschaft in der achtwöchigen Vorbereitung lassen ihn optimistisch in die Zukunft schauen. „Wir haben gut gearbeitet, die Mädels brennen darauf, dass es nun nach knapp dreieinhalb Monaten Wettkampfpause endlich los geht.“
22 Spielerinnen umfasst der aktuelle Kader des Essener Bundesligisten. „Eine weniger als zum Ende der letzten Saison“, so Manager Willi Wißing. Noch seien die Überlegungen nicht abgeschlossen, ob man in Sachen Neuverpflichtung an der Ardelhütte noch einmal nachlegen wolle. „Vielleicht tätigen wir einen solchen Schritt aber auch erst zur Rückrunde“, lässt er sich nicht in die Karten gucken.

Meißner und Ioannidou nicht mit dabei in Frankfurt

Wenn am Sonntag um 11 Uhr die Auftaktpartie gegen Frankfurt angepfiffen wird, dann kann Markus Högner personell nahezu aus dem Vollen schöpfen. „Einzig Janina Meißner und Irini Ioannidu werden wohl nicht mit in die Mainmetropole reisen“, erklärte der Trainer im Rahmen der Pressekonferenz zum Ligaauftakt. Wenn alles gut läuft, dann wollen die Essenerinnen nicht ohne Punkt aus Frankfurt zurückkehren. „Die Top-Mannschaften kommen erfahrungsgemäß schwieriger in Tritt“, hofft der Trainer auf noch nicht zu 100 Prozent eingespielte Frankfurterinnen zu treffen. „Die Vorbereitung ist für die Top-Clubs in WM-Jahren nicht leicht. Vielleicht können wir davon profitieren.“
An der Ardelhütte ist man trotz allen Optimismusses realistisch geblieben. Man weiß: „Es muss schon alles optimal laufen, damit wir gegen Frankfurt punkten können.“
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