Keine JAPCC (Joint Air Power Competence Centre) Konferenz in unserer Stadt

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b>Die Oberbürgermeisterkandidatin der DKP, Siw Mammitzsch, hat heute in einem offenen Brief an Essens Oberbürgermeister Reinhard Paß gefordert, die von der Nato-Organisation Joint Air Power Competence Centre für den 23. - 25.11.2015 in Essen geplante Konferenz zu verhindern.
Gemäß ihrer eigenen Aussagen betreibt die Organisation die Vorbereitung auf einen 3. Weltkrieg und plant eine mediale Offensive gegen Menschen und Organisationen, die sich offen zu einer friedlichen Welt bekennen und militärisches Handeln kritisch hinterfragen (mehr dazu im offenen Brief).
Oberbürgermeister Reinhard Paß steht als einer von vielen „Majors for Peace“ für eine Welt des friedlichen Zusammenlebens und repräsentiert damit eine Stadt, die unter zwei Weltkriegen gelitten hat. „In dieser Funktion“, so Siw Mammitzsch, „muss er alles daran setzen, den Kongress dieser Organisation in Essen zu verhindern“.

Nachstehend der Text des offenen Briefes:

Sehr geehrter Herr Paß,
Vom 23. - 25.11.2015 will die Nato-Einrichtung Joint Air Power Competence Centre (JAPCC) in Essen eine Konferenz mit dem Thema „Luftwaffe und strategische Kommunikation“ abhalten. Die Jahreskonferenzen des Joint Air Power Competence Centre stellen eines der Foren für die Entwicklung strategischer Kriegsführung dar.
Die Jahreskonferenz dieser Organisation im November 2014 kam laut dem Manuskript ‚Future Vector‘ zu dem Schluss, man müsse sich wieder auf einen ‚großen Krieg‘ ("major war") einstellen. In diesem Zusammenhang empfiehlt man einen Mix "nuklearer und konventioneller Potenziale" (!) Mit anderen Worten, diese Organisation betreibt die offensive Vorbereitung eines 3. Weltkrieges. Nicht nur wegen der 196 Atomreaktorblöcke in Europa wäre dies der Untergang der Zivilisation.
In der Einladung zu der für November geplanten Konferenz heißt es u.a., „dass es Kräfte gibt, die dem Vorgehen der Militärs gegenüber 'feindlich' eingestellt sind“. Diese Kräfte seien eine Gefahr, weil sie die Unterstützung der Öffentlichkeit für militärische Maßnahmen untergraben.
Gemeint sind damit all jene, die sich wagen, militärische Maßnahmen auch kritisch zu hinterfragen bzw. sich zu einer friedlichen Welt zu bekennen. Also auch Menschen wie Sie, Herr Paß, der seit März 2010 den ehrenvollen Titel Major for Peace trägt und damit unsere Stadt, die von der leidvol-len Erfahrung zweier Weltkriege geprägt ist, in der langen Liste der Kommunen für den Frieden re-präsentiert.
Ich fordere Sie auf, werden Sie Ihrem Titel gerecht,
• stellen Sie dieser Organisation die offensive Kriegsvorbereitung betreibt und die Meinungs-freiheit einschränken will, keine städtischen Räume zur Verfügung
• fordern Sie diese Organisation auf, unserer Stadt fern zu bleiben
• unterstützen Sie die Forderung nach einem Verbot.

Mit freundlichen Grüßen
Siw Mammitzsch
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