Rasputin - vom blinden Passagier zum Leitbock?

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Rasputin hat schon als „Mini-Ziege“ mächtig Stimmung in die Herde gebracht. Foto: Tiergehege Wichteltal e.V.
 
Rasputin heute: ein schöner starker Bock, der sich zu behaupten weiß. Foto: Tiergehege Wichteltal e.V.
Als Ziegendame Peggy im Jahr 2009 ins Wichteltal kam, weil ihr ehemaliger Besitzer sie und ihre sechs Herdenmitglieder nicht mehr halten konnte, ahnten die Tierschützer des Vereins zunächst noch nicht, dass die sieben Ziegen nicht allein waren.

Doch die obligatorische Untersuchung des Tierarztes brachte schnell Gewissheit: Peggy und drei weitere Neuzugänge waren trächtig. Und so gab es, obwohl alle Böcke im Wichteltal kastriert werden, diesmal etwas ganz Besonderes zu sehen: sechs putzmuntere kleine Lämmer, die die eingeschworene Herde ordentlich aufmischten.
Spaziergänger und Besucher, die das beschauliche Ambiente des Geheges immer gerne aufsuchen, fanden viel Freude am Nachwuchs, und bald hatten die Kleinen auch schon Paten, die sich nun um die monatlichen Kosten für die Versorgung ihrer Schützlinge kümmern und ihnen Namen gaben.
Einer von ihnen war Rasputin. Der kleine Bock zeigte schon früh besonders viel Witz: Als bester Kletterer der ganzen Herde erklomm er regelmäßig eine schief gewachsenen Birke, um auch die ganz oben wachsenden frischen Blätter zu naschen.

Bester Kletterer der ganzen Herde

Mit solchen Aktionen hielt er die Mitglieder des Tierschutzvereins ordentlich auf Trab, die natürlich immer um die Sicherheit der Ziegen bemüht sind. Doch inzwischen gibt es auch alternative Klettermöglichkeiten und Rasputin lässt sich von den Vorzügen eines gespendeten Apfels oder einer Möhre gern überzeugen. So ist aus ihm ein gesunder, stattlicher Bock von beachtlicher Größe geworden, der in der Herde großes Ansehen hat und vielleicht sogar der nächste Leitbock wird.
Eine strenge Hierarchie herrscht bei Ziegen zwar nicht, stattdessen agieren sie bei Gefahr als Gemeinschaft, und doch ringen die Böcke untereinander um ihre Position. Der Leitbock hat dann die Aufgabe, besonders wachsam zu sein - dafür bekommt er aber auch das beste Futter. In Kämpfen, bei denen man nicht gerade zwischen die Hörner geraten will, tragen die Böcke daher regelmäßig ihre Ordnung neu aus. Noch steht Norbert, ein schwarz-weißer Kraftprotz von über zwölf Jahren, fest an seinem Platz ganz oben in der Wichteltalherde, doch wenn Rasputin sich weiter so gut entwickelt, hat er sicher Chancen auf den begehrten Posten...

Hautnah dabei sein, helfen, Pate werden

Wer gerne hautnah erleben möchte, wie aus einem „Abgabetier“ wieder eine glückliche Ziege oder ein glücklicher Bock wird, kann beim Spaziergang einfach wieder einmal ins Wichteltal kommen . Die Tierschützer vom Ziegengehege Wichteltal freuen sich über Besucher und Hilfe. Für nur zehn Euro im Monat kann man Pate für eine der noch namenlosen Ziegen werden, denn nicht alle der 30 Tiere haben einen Paten. Ansonsten helfen aber auch immer kleine Geldspenden, die auf folgendes Spendenkonto gerichtet werden:
Christian Voß, Konto 1313402, BLZ 360 501 05, Sparkasse Essen. Eine Spendenquittung wird natürlich auch ausgestellt.

Winterfütterung

- Die Wintermonate sind immer eine kritische Zeit im Tiergehege Wichteltal, das seit 2005 von ehrenamtlich arbeitenden Tierschützern betreut wird.

- Denn sobald die Temperaturen unter 5 Grad fallen, muss der Verein „Tiergehege Wichteltal e.V.“, der sich allein aus Spenden finanziert, Heu für die Tiere kaufen.

- Ca. 200 bis 300 Ballen Heu decken den Bedarf der Herde in einem Winter, hinzu kommen etwa 500 kg Möhren und Äpfel.

- Die Tierschützer vom Wichteltal freuen sich daher gerade jetzt über jede Spende - und sei sie auch noch so klein.

- Spendenkonto siehe oben
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