Frauen mögen eigentlich keine Kosenamen. Das soll jetzt wieder eine Studie ergeben haben. Warum lassen sie sich dann aber trotzdem mit Namen kosen? Schatz, Schätzchen, Schatzilein, das höre ich doch täglich. Wobei ich mich angesichts der vielen Verniedlichungsformen frage: Ist ein Schätzchen eigentlich automatisch auch ein Schatz? Schatz klingt doch wertvoller, oder? Andererseits: Will ein Schnuckelchen auch einfach mal Schnucke sein? Wenn's tierisch wird, haben Mäuse und Hasen die Nase vorn. "Mein Rehchen", so nennt wohl nur ein Heimatfilm-Fan seine Herzdame. Oft wird auch schlichtweg gelogen. Beim Einkauf rief so letztens ein Typ nach seinem Mausezähnchen. Was dann aber hinter dem Nudelregal hervorkam, war kein "...chen". Das war zumindest ein ausgewachsener Zahn, eher ein Stoßzahn! Mein Hobbit. Hä? Doch, das gibt's, habe ich selbst gehört. Da lässt sich eine SIE nach diesen Fantasy-Zwergen mit den großen Ohren benennen. Unglaublich! Überhaupt kann "mann" bei diesem Thema wieder alles falsch machen. Schön etwa, wenn man auf der Party seine "Ex" trifft und sich noch in die Augen sehen und unterhalten kann. Schlecht, wenn man seine "Neue" dann mit "Schnuppi" ruft und die alte Flamme sagt: "Ja, so hat er mich früher auch immer genannt..." Dass die "Tiere" bei länger andauernden Beziehungen immer größer werden, ist auch nur so ein Gerücht. Sonst müssten einem doch viel öfter Elefanti, Walrösschen, Ponylein oder Büffelchen begegnen. Richtig scheint dagegen, dass es bei Kosenamen wohl regionale Unterschiede gibt. So hat Edmund Stoiber einst keine geknallt bekommen, als er seine Gattin vor Mikros und Kameras recht verkürzt als "Muschi" vorstellte. Machen Sie das mal mit der Berrit aus Bergkamen oder der Regina aus Recklinghausen – und stellen Sie das Video dann hier im LK ein. Wie wollen Frauen also nun wirklich genannt werden? "Löwileinchen" weiß es immer noch nicht...
Es gab da mal jemanden der jedes Mädel mit "Püppi" ansprach und mich auf einmal auch... das hat sich irgendwie ganz schnell mit ihm erledigt - ob das wohl am Kosenamen lag...??
Bohaa: inflationär genutzt... das heißt also, wenn mein Schatz Schatz zu mir sagt, müsste ich mich beleidigt in die Ecke setzen und schmollen, bis er was richtíg liebes nettes zu mir sagt??? Vielleicht sowas wie: "PÜPPI" ;-))
"Püppi" geht für mich in Richtung Edmund Stoibers Vorlieben (s.o.). Und "Schatz" benutze ich selbst inflationär. Erwischt. Hab die Kollegin grad mit "Tschüss, Schatz" verabschiedet.
Ist die Liebe groß, sind die Kosenamen, die zur Bezeichnung des oder Liebsten herhalten müssen, oft vielfältig. Später dann, wenn Kinder (oder Haustiere) da sind, wird manch "Bärlein" zum Vati und manch "Mäuschen" zur Mutti. Dies muss nichts Verwerfliches sein. Doch damit nimmt man dem Partner/der Partnerin unbewusst die Vater -bzw. die Mutterrolle ein. Die psychologische Barriere kann dann zum erheblichen Verlust der Glücksstimmung im Bett führen.
Meinen Nachbarn ,die Kollegen oder sonst wen nenn ich auch beim Namen, ich finds schön, wenn mein "Schatz" mich liebevoll beim Kosenamen ruft - wobei Jürgen, Du musst Deine Frau ja über alles lieben und für was ganz Besonderes halten...
@Anja: No Fret? Soll das heißen "kein Frettchen"? Da bleib' mal lieber bei Prinzesschen.
@Nelly + Jürgen: Ist doch schön, wenn man seine Frau "tierisch" lieb hat.
@Hans-Jörg: Verstehe, Ihr ruft Euch auch "Schatz". Schatz, komm' bitte mal her, Schatz, komm' endlich, verdammt nochma,l wo bleibst Du denn. Kenn' ich!
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