Spieltag 25: Königsblau regiert im Revier

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Am Boden? Keineswegs! Defensivspieler Sead Kolasinac avanciert zur Neuentdeckung in Reihen der Schalker. (Foto: Kaemper)

Man hatte ihn vielleicht belächelt, als er vor dem 82. Revierderby seinen FC Schalke auf Augenhöhe mit dem BVB wähnte, doch am Ende hat Julian Draxler diesen Worten eindrucksvoll Taten folgen lassen: Der 19-Jährige leitete den 2:1-Sieg mit seinem 1:0 in der 11. Minute ein. Zwei Siege gegen den Rivalen aus Dortmund hatte es zuletzt in der Saison 2009/10 gegeben. Damals war der FC Schalke Vizemeister hinter dem FC Bayern geworden.

Ähnliches ist in diesem Jahr zwar nicht zu erwarten, doch die Mannschaft von Jens Keller hat nach dem elften Sieg in der laufenden Meisterschaft realistische Chancen auf die Champions League. In einem rassigen Spiel hätten deutlich mehr Tore auf beiden Seiten fallen können. Dass der Heimsieg verdient war, stand am Ende jedoch außer Frage. Dass Borussia Dortmund in der Liga nicht an die internationalen Vorstellungen heranreichen kann, ist übrigens eine erstaunliche Parallele zur Saison 1996/97. Wird die Meisterschaft abgeschenkt? Dieser Verdacht mag in den vergangenen Wochen aufgekommen sein, aber sicherlich nicht in einem Spiel gegen Königsblau.

Nun aber könnte der FC Bayern unter Umständen sogar schon in zwei Wochen Meister sein. Voraussetzung sind eine gelungene Revanche in Leverkusen und ein Heimsieg gegen den Hamburger SV, sollte der BVB aus den Spielen gegen Freiburg und in Stuttgart weniger als sechs Punkte holen. Titelträger bereits am 27. Spieltag, es wäre im 50. Bundesligajahr eine weitere Bestmarke.

Ausgerechnet ein Aufsteiger zeigte der Konkurrenz, wie man sich gegen die Bayern gut verkaufen kann: Zeitweilig durfte Fortuna Düsseldorf an der Sensation schnuppern. Mathis Bolly und Andreas Lambertz sorgten mit ihren ersten Bundesligatoren zweimal für die Führung. Am Ende brachte ein weiterer Premierentreffer durch Jerome Boateng den erwarteten Sieg. Ironie der Geschichte: Ausgerechnet die wackere Mannschaft von Norbert Meier muss jetzt doch noch ein wenig um den Klassenerhalt zittern.
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Jürgen Fehst aus Gladbeck | 11.03.2013 | 06:06  
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