Roger Hodgson, die Stimme von Supertramp, kann es immer noch

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Essen: Philharmonie |

Es war wie ein Klassentreffen. Mensch fast gleichen Alters kamen am Mittwochabend in die Essener Philharmonie, um der Stimme von Roger Hodgson zu lauschen. Der Leadsänger der einstigen Band "Supertramp" versetzte die Konzertbesucher mit vielen bekannten Hits zurück in ihre Jugend

Während man bei "Deutschland such den Superstar" verzweifelt nach außergewöhnlichen Stimmfarben sucht, besitzt Roger Hodgson diese. Er und seine Band brauchen nicht viel Brimborium, um für erstklassige Unterhaltung und großartige Stimmung zu sorgen. Da liegen ein paar Teppiche auf der Bühne, Kübelpflanzen stehen darauf, ein weißer Flügel - das war es dann auch.
Roger Hodgson braucht keine spektakuläre Bühnenshow. Er und seine Stimme reichen aus. Als die ersten Klänge von "Logical Song" und "School" erklingen, hat er die Zuschauer bereits in seinen Bann gezogen. Alle stehen auf und klatschen begeistert. Während andere Künstler mitzunehmendem Alter ihre Stimmkraft verlieren, ist der Falsettstimme des mittlerweile 65-jährigen Briten dies nicht anzumerken. Immer noch stellt er sich die gleiche Frage: "Wie kommt es, dass meine Kompositionen, die ich damals im stillen Kämmerlein geschrieben habe, heute noch so viele Menschen anspricht?"

KLassiker Fools Ouverture

Seit einigen Jahren schon begleitet ihn innerhalb der Band sein con-genialer Saxophonist Aaron Mac Donald, der sein Können nicht nur bei dem 10-Minuten-Klassiker "Fools Ouverture" zeigen kann. Hodgson, der "Supertramp" 1983 verließ und seither als Solokünstler unterwegs ist, beherrscht auch die leisen Töne - nur mit seiner Gitarre. Und deutsch kann er auch. Zumindest ein wenig. "Ich liebe das deutsche Publikum", so Hodgson. "Es hat ein feines Gespür für Musik und weiß, wann man einfach nur zuhören muss."

Schnell sind die zwei Stunden seines Konzertes vergangen. Doch ohne zwei Zugaben lassen ihn die begeisterten Zuschauer nicht aus der Halle. Mit seinen Top-Hits "Give a little bit" und "Its raining again" lässt er Menschen zurück, die in ihre Jugend zurückversetzt wurden. Vielleicht den ersten Kuss in einer mit Räucherstäbchen vernebelten Kellerbar erlebten - vielleicht aber auch nur an eine schöne Zeit mit dieser Musik. Eines war dieses Konzert mit Roger Hodgson aber auf jeden Fall: schön!
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4 Kommentare
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Peter van Rens aus Oberhausen | 27.02.2016 | 11:09  
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Anastasia-Ana Tell aus Essen-Ruhr | 27.02.2016 | 18:08  
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Christoph Niersmann aus Hilden | 28.02.2016 | 12:05  
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Norbert Michels aus Duisburg | 13.03.2016 | 11:45  
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