Interkulturelles Frauenfrühstück bei Donum Vitae

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  Zum ersten interkulturellen Frauenfrühstück im neuen Jahr, das von mir und Hülya Haack-Yol seit vier Jahren alle drei Monate in wechselnden Einrichtungen organisiert wird, trafen sich über 30 Frauen aus mehreren Herkunftsländern in den Räumen der Beratungsstelle Donum Vitae. Donum Vitae („Geschenk des Lebens“) e. V. ist ein staatlich anerkannter Träger von Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen, die an ca. 200 Orten in Deutschland vertreten sind und 1999 aus den Reihen der Katholiken gegründet wurde. Die in Gladbeck ansässige Beratungsstelle ist für Bottrop, Gladbeck und Gelsenkirchen zuständig.

Passgenaue Hilfe für Frauen bei Konflikten in der Schwangerschaft

Die Beraterinnen Heike Bombeck und Barbara Hildebrand-Vohl berichteten aus den verschiedenen Arbeitsfeldern der Beratungsstelle. Leben ist ein Geschenk - Nicht immer können aber schwangere Frauen dies so empfinden; schwierige Probleme stehen dem häufig entgegen. Von größtem Interesse der anwesenden Frauen war die Schwangerschaftskonfliktberatung, die 50 % aller Beratungsgespräche ausmacht. Im letzten Jahr wurden in den Städten Gladbeck, Gelsenkirchen und Bottrop, in denen der Verein seine Hilfe anbietet, über 470 Frauen beraten, davon ca. 200 Schwangerschaftskonfliktberatungen, etwa die Hälfte mit Migrationshintergrund. „Jedes Gespräch fordert heraus, da es immer um eine weitreichende Entscheidung geht, die die ratsuchende Frau bestmöglich treffen sollte. Oft sind finanzielle Sorgen Thema in der Beratung. Hier kann Donum Vitae einerseits bei der Beantragung von zustehenden Geldern helfen und auch Geld aus der Bundesstiftung Mutter und Kind für die Erstausstattung zur Verfügung stellen“, erläutert Frau Bombeck.

Vermehrt auch Flüchtlinge unter den Hilfesuchenden


Mit ihren Präventionsangeboten gehen die Beraterinnen auch an Schulen und erreichen Jugendliche und junge Erwachsene. Beratungen im Kontext der pränatalen Diagnostik, also Beratung bei festgestellter Behinderung oder Krankheit in der Schwangerschaft, gehören zum gesetzlichen Auftrag und bedeuten für die Mitarbeiterinnen oftmals eine besondere Herausforderung.
„In den letzten Monaten wurden vermehrt auch Flüchtlinge beraten, was aufgrund der Sprachbarrieren besonders herausfordernd war“, sagt die Beraterin Hildebrand-Vohl. Spontan fanden sich in der Zuhörerschaft eine arabisch und zwei türkischsprechende Frauen, die Dolmetscherdienste anboten.

Schutz des Lebens auf Grundlage des christlichen Menschenbildes

Elisabeth Gieseler, Vorsitzende des Vereins, stellte den Verein vor. Auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes setze sich Donum Vitae für den Schutz des ungeborenen Lebens und für die Würde von Frau, Mann und Kind ein. Sie biete umfassende qualifizierte Hilfe an und zeige in aufmerksamer Zuwendung behutsam Perspektiven für ein Leben mit dem Kind. Donum Vitae würde z. T. vom Land gefördert und z. T. durch Spenden und Mitgliedsbeiträge finanziert. Man sei auch berechtigt einen Beratungsnachweis gemäß §218 StGB auszustellen. Sie warb um neue Mitglieder, die die wichtige Arbeit des Vereins auch in Zukunft erhalten sollen.
Das „interkulturelle Frauenfrühstück“ führt immer wieder dazu, dass die Frauen nicht nur die verschiedenen Einrichtungen kennenlernen, sondern aus dem Zusammenkommen entstehen auch neue Kontakte und Netzwerke.
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