Tumult am Airport

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Tumultartige Szenen am Weezer Airport. Allerdings handelte es sich dabei nur um eine mehrtägige Großübung mit über 200 Polisten aus 30 Ländern. Foto: privat

Auf dem Gelände des Airports Weeze waren rund 500 Menschen in eine internationale Großübung eingebunden: 210 Polizisten aus 30 Ländern trainierten im Rahmen eines EU-Programms die Zusammenarbeit. Ihre Aufgabe war es, ein von zerstrittenen Familienclans kontrolliertes fiktives Dorf unter Kontrolle zu bringen.

WEEZE.Mithilfe des Projekts „European Union Police Services Training“, finanziert von der EU-Kommission, probten Polizeieinheiten verschiedener Länder die Zusammenarbeit in Krisensituationen. Simone van Buren, Sprecherin des Projekts, erklärte: „Es waren etwa 500 Menschen beteiligt, von denen 210 Polizisten aus 30 verschiedenen Ländern kamen.“ 150 Darsteller sorgten dafür, dass das Szenario realistisch wirkte: Sie spielten Journalisten, Familienmitglieder, Angestellte – alles Personen, die im fiktiven Dorf „Transfalia“ lebten und arbeiteten. Der Ort wurde von verfehdeten Familienclans beherrscht und die Polizei sollte dort für Ordnung sorgen. Dabei hatten die Polizisten mit Vorfällen wie Drogendealerei, Bankraub, Bränden oder Kidnapping zu kämpfen. Zu Beginn der zweiwöchigen Großübung lernten die Polizisten das richtige Verhalten in den jeweiligen Situationen – um dieses dann in der inszenierten Trainingseinheit anzuwenden. Dieser praktische Teil lief über 72 Stunden und simulierte für die Einsatzkräfte eine Situation unter realistischen Bedingungen. Die Beamten arbeiteten in Schichten, organisieren ihre Arbeit und kümmerten sich darum, dass Kirche, Supermarkt, Fabriken oder Schule in „Transfalia“ sicher waren.

Ideale Bedingungen


Für die Teilnehmer waren die Bedingungen auf dem Weezer Flughafen ideal: Das 38 Hektar große Gelände bot mit leerstehenden Wohnhäusern, ganzen Straßenzügen und viel Freifläche perfekte Bedingungen.
„Die Teilnehmer kamen aus verschiedenen Ländern“, sagte Simone van Buren „etwa aus Frankreich, Italien, Polen, Burkina Faso oder Ost-Timo.“ Dass auch Polizisten aus Nicht-EU-Ländern dabei waren, bot zusätzlichen Übungseffekt. So trainierte man die internationale Zusammenarbeit noch besser ein, und die Einsatzkräfte aus den Nicht-EU-Ländern wurden gleichzeitig geschult. Aus Deutschland waren Beamte der Bundespolizei beteiligt.
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