Elternhaus von Alt-Bürgermeister Willi Vaegs brannte - Ursache noch unklar - Jetzt mit dem offiziellen Bericht der Feuerwehr!

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  Goch: Gocher Wochenblatt |

Der Brand eines Wohnhauses auf der Bahnhofstraße in Goch hat hunderte von Schaulustigen auf die Straße gelockt. Bei dem 1802 errichteten Gebäude handelte es sich um das Elternhaus von Alt-Bürgermeister Willi Vaegs, um die ehemalige Schmiede Vaegs.



Der Gocher, einst selbst für die Feuerwehr aktiv, musste zusehen, wie die Kameraden mit aller Macht versuchten, den Brand zu löschen beziehungsweise ein Übergreifen auf benachbarte Häuser zu verneiden, was ihr auch erfolgreich gelang. Hans-Dieter Hofland verfolgte in unmittelbarer Nachbarschaft das Geschehen und stellte anschließend einige Fotos in unser Netz.

Und hier der offizielle Bericht der Feuerwehr Goch: Aus unklarem Grund ist gestern Nachmittag an oder in einem Mehrfamilien-Reihenhaus an der Bahnofstraße in der Gocher Innenstadt ein Feuer ausgebrochen. Als die ersten Einsatzkräfte der Löschzüge Stadtmitte kurz nach der Alarmierung eintrafen, brannte der linke Teil der rückwärtigen Fassade bereits vom Erdgeschoss bis zum Dachstuhl. Hinter den Fenstern im 1. Obergeschoss an der Vorderseite des Gebäudes war dichter Brandrauch erkennbar. Kurz darauf ereignete sich hier eine Durchzündung, die Flammen schlugen jetzt auch in Richtung Bahnhofstraße aus dem Gebäude. Zum Glück befand sich keine Person mehr im Gebäude, sodass sich die Feuerwehr sofort darauf konzentrieren konnte, ein Ausbreiten des Brandes auf die Nachbargebäude zu verhindern.

Brand von zwei Seiten bekämpft

Stadtbrandinspektor Bernd Hüsmann bildete zwei Einsatzabschnitte, die Flammen wurden von der Vorder- und der Rückseite bekämpft. In der Spitze kamen 10 Strahlrohre zum Einsatz, unter anderem wurde auch von der Drehleiter der Feuerwehr Goch sowie der Drehleiter der Feuerwehr Kleve-Materborn aus gelöscht. Diese war zur Unterstützung angefordert worden. Die meisten Löschtrupps konnten nur unter schwerem Atemschutz arbeiten. Um hierzu einsatzbereite Atemschutzgeräte in ausreichender Anzahl zur Verfügung zu haben, wurde der Abrollbehälter Atemschutz des Kreises Kleve alarmiert.

Durch den massiven Löscheinsatz gelang es, ein Übergreifen der Flammen auf die Dachstühle der Nachbarhäuser zu verhindern. Die Bewohner dieser Häuser können jetzt auch wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Sie waren zunächst aufgefordert worden, die Häuser zu verlassen. Das Brandhaus selbst ist unbewohnbar.

Feuer am Abend unter Kontrolle

Am späten Abend konnte "Feuer unter Kontrolle" gemeldet werden. Im Einsatzverlauf wurde vom Löschmittel "Wasser" auf das Löschmittel "Schaum" umgestellt. Der Abrollbehälter Schaum des Kreises Kleve lieferte das benötigte Schaummittel in ausreichender Menge. Am heutigen Morgen wurde noch ein Bagger des Tiefbauunternehmens Siebers eingesetzt um Brandnester in einer Zwischendecke im 1. Obergeschoss bekämpfen zu können. Die Feuerwehr bedankt sich bei dem Unternehmen für die Unterstützung.

Insgesamt dauerten die Löscharbeiten über 19 Stunden. Die Bahnhofstraße musste für die gesamte Dauer des Einsatzes in Höhe des Brandhauses gesperrt bleiben. Unter der Leitung von Stadtbrandinspektor Bernd Hüsmann waren rund 80 Einsatzkräfte aus der Stadtmitte, Pfalzdorf, Kessel, Asperden, Hassum, Hülm und Nierswalde vor Ort. In der Nacht wurden die Löscharbeiten in einem Schichtsystem durchgeführt. Alle 2 Stunden wechselte die Mannschaft an der Einsatzstelle.

Einsatz dauerte 19 Stunden!

Aktuell ist der Einsatz abgeschlossen. Jedoch können bislang verborgene Brandnester wieder aufflammen und weitere Löschmaßnahmen nötig machen.
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