Ein Haus für zwölf jugendliche Flüchtlinge

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Das Jugendgästehaus an der Gnadenkriche wird ab Juanar nächsten Jahres zwölf Jugendliche beherbergen, die ihre Heimat ohne Eltern verließen. Foto: Diakonie
Hagen: Jugendgästehaus Holthausen | Wenn die Ära des Jugendgästehauses an der Gnadenkirche als Herberge zum Ende dieses Jahres endet, werden hier zwölf junge Flüchtlinge ein neues Heim finden, die ohne Begleitung nach Deutschland gekommen sind. Damit, so die Geschäftsführer der evangelische Jugendhilfe Iserlohn-Hagen, Angelika Hamann und Reinhard Meng, werde eine Lücke im städtischen Betreuungsangebot von unbegleiteten Flüchtlingen geschlossen.
Ziel der Betreuung der jugendlichen Flüchtlinge ist unter anderem die Verbesserung der Aufnahmesituation und die gesellschaftliche Integration.
„Minderjährige Flüchtlinge kommen unbegleitet nach Deutschland, weil sie oder ihre Familien in ihren Herkunftsländern keine Perspektive oder ihr Leben in Gefahr sehen. Oft sind sie traumatisiert und brauchen besonderen Schutz“, beschreibt Angelika Hamann die Situation. „Die Jugendlichen werden bei uns in allen Fragen ihrer persönlichen Entwicklung sowie beim Aufbau eines eigenen Lebensfeldes beraten. Dabei streben wir das eigenständige Wohnen in einem Appartement bzw. eigenen Wohnung an.“
Das heißt: neun Jugendliche in einer Regelwohngruppe; in einer Regelwohngemeinschaft leben drei Jugendliche in einer Dreier- Wohngemeinschaft und werden zentral betreut“, erläutert Reinhard Meng. Insgesamt ist das Angebot in Holthausen auf zwölf Jugendliche ausgelegt.
Die Betreuungsformen sollen Sicherheit und Schutz für die jungen Menschen vermitteln. Reinhard Meng: „Wir wollen die schulische Entwicklung und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben in den Fokus nehmen und fördern. Dabei wird jeder Jugendliche individuell betreut. Ganz wichtig ist, gemeinsam eine Entwicklungsperspektive zu erarbeiten und zu verfolgen.“
Pädagogische Fachkräfte werden zudem sprachliche und interkulturelle Kompetenzen vermitteln und nicht zuletzt helfen, das durch die Flucht bedingte Trauma aufzuarbeiten.
Dabei sind die zuständigen Mitarbeiter der Ev. Jugendhilfe für die Jugendlichen jederzeit ansprechbar. Das gilt übrigens auch für alle Nachbarn, die sich per Mail an info@jugendhilfe-iserlohn-hagen.de bei Fragen in diesem Zusammenhang melden können.
Die Ev. Jugendhilfe Iserlohn-Hagen hat das Konzept im Vorfeld mit dem Jugendamt der Stadt Hagen abgestimmt und vor Ort unter anderem das Gespräch mit der örtlichen Kirchengemeinde gesucht. Die Anwohner wurden im Rahmen einer Informationsveranstaltung am 4. November informiert.
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