Auf Pättkestour mit dem Flaesheimer Heimatverein

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Ludger Althoff (vorne links) mit seiner Truppe
 
Hattingen

Flaesheim. Seit zehn Jahren bietet der Flaesheimer Heimatverein geführte Radtouren durch die nähere und weitere Umgebung an. Getreu dem Motto „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung“ geht es durch sonnenbeschienene Landschaften, oft aber auch durch Wind und Regen.
Ludger Althoff, stellvertretender Vorsitzender des Vereins ist der Mann der ersten Stunde.

„Meine allerschönste Wanderfahrt, die führt mich in die grüne Haard“. So beginnt das Flaesheimer
Heimatlied. Althoff organisiert nicht nur die alljährlichen Jahresfahrten, sondern führt auch die vierzehntägig stattfindenden Wander- bzw. Radwandertouren durch.
Zu Beginn fanden die Touren nur im Bereich der Haard statt. Über „krumme Wege“ und weniger
stark frequentierte Strecken ging es kreuz und quer durch das Waldgebiet. Alle Strecken hat er zuvor gemeinsam mit seiner Frau Hedwig abgewandert bzw. abgefahren und immer darauf geachtet, dass es auch Einkehrmöglichkeiten gibt.
Von Frühjahr bis Herbst geht es seit dem mit dem Drahtesel auf Tour. Auch hier werden vorzugsweise Pättkes, also Wald- und Feldwege abseits befahrener Straßen genutzt. Bei durchschnittlich 60 bis 70 Kilometern pro Fahrt sind da in den Jahren unzählige Kilometer zustande gekommen mit einer immer größer werdenden Zahl von Teilnehmern. Unzählige Fotos sind gemacht worden und erzählen von fast ebenso vielen interessanten Erlebnissen und Anekdoten.
Zum Beispiel die Geschichte mit den beiden Radlerinnen, die auf dem Rückweg von der Zeche Zollverein in Essen der Flaesheimer Truppe am Rhein-Herne Kanal mit platten Reifen entgegen geschoben kamen:
Wie immer mit allem nötigen Werkzeug für alle Eventualitäten gut ausgerüstet, war Mann sofort zur Hilfe bereit.
So war der Schaden dann auch schnell behoben. Die beiden Frauen ihrerseits wollten sich derweil für die tatkräftige Hilfe erkenntlich zeigen, indem sie begannen, dass vermeintlich schmutzige Rad eines Teilnehmers zu reinigen. Zwischen Hinterrad und Schutzblech waren Grasbüscheleingeklemmt. Während sich die beiden daran zu schaffen machten, kam eilig der Fahrer des Rades
auf sie zugelaufen und rief, es handele sich hier keineswegs um zufällige Verunreinigungen, sondern um eine sorgfältig vorgenommene Maßnahme zur Verhinderung des Störgeräusche verursachenden lockeren Schutzbleches.
Auf weitere abenteuerliche Aufrüstungen ähnlicher Art ließ auch der übrige Zustand des Rades schließen. Immerhin – es fuhr einwandfrei und das nicht nur auf dieser Tour, sondern auch während vieler folgender!

Zwischenfall mit dem gebrochenen Pedal

Bemerkenswert auch der Zwischenfall mit dem gebrochenen Pedal, als man auf dem Flugplatz Loemühle in Marl notlandete und einer der Radler „zufällig“ den Zündschlüssel einer Cessna dabei hatte: Während Ludger Althoff das Rad reparierte, brach der Rest seiner Truppe zu einem Rundflug über
Haltern auf und konnte so aus dem Malheur ein zusätzliches Abenteuer machen.
Zehn Jahre sind nun voll und an Aufhören nicht zu denken. Aussprüche seiner Gäste wie: “ Nun sind wir erst fünf Kilometer gefahren und haben schon für zwanzig Kilometer Schönes gesehen“, sind für ihn der schönste Grund noch lange weiter zu machen und die Räder in der eigenen Werkstatt hinter dem Haus in Schuss zu halten. Eine Nachbarin kommt vorbei und bleibt auf einen kurzen Plausch. „Wills schon wieer los Rad föän?“, fragt sie auf Platt. „Un dat in dien Oller? Nei, nei! Kass dat denn noch hemm ant Ghatt?
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1 Kommentar
Michael Menzebach aus Haltern | 27.12.2013 | 12:34  
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