Pilger macht in Haltern am See Station

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Haltern. Nicht alltäglichen Besuch erhielt Bürgermeister Bodo Klimpel am Montagvormittag. Manfred Ingenwerth, 61-jähriger Pilger aus Rheinland-Pfalz, machte Station in Haltern am See und legte großen Wert darauf, gerade hier auch vorbeizukommen. „Denn ich widme diesen Lauf den Halterner Opfern des Flugzeugabsturzes vom 24. März dieses Jahres.“

Wobei er klar stellt, dass nicht erst am Unglückstag oder danach sein Wunsch zu laufen entstanden ist. „Das war schon viel früher, denn auch im letzten Jahr bin ich bereits 1250 km gegangen, im Jahre 2013 waren es schon 913 km. In diesem Jahr wird er auch wiederum deutlich über 1000 km wandern und zu „90 Prozent draußen schlafen, den Rest in kirchlichen Einrichtungen, denn mehr gibt mein Budget nicht her.“
Sein Ziel ist es, in ein paar Jahren die Wohnung in Rheinland-Pfalz aufzugeben, „das Leben auf ein paar wenige Karton zu reduzieren und diese einzulagern.“ Dann strebt der 61-Jährige an, über Stationen wie Freiburg, die Schweiz, Südfrankreich weiter nach Spanien zu laufen, um dort letztlich in Santiago de Compostela zu landen. Er kann sich danach sehr gut vorstellen, Bücher über seine Erlebnisse zu verfassen. „Das ist dann Intensivpilgern, nicht so, wie es Hape Kerkeling gemacht hat.“

Manfred Ingenwerth ist Mitglied der deutschen Jakobusgesellschaft und sieht sich in erster Linie als Christ


Manfred Ingenwerth ist Mitglied der deutschen Jakobusgesellschaft und sieht sich in erster Linie als Christ, der seine Erfahrungen weitergeben möchte. Für ihn ist die Widmung seines Laufes an die Absturzopfer eine rein ideelle Möglichkeit, so seine Anteilnahme zu zeigen. In den letzten Tagen ist er über Cappenberg, Selm, Bork und Olfen zum Annaberg nach Haltern am See gekommen.
Nächste Stationen sind unter anderem Lüdinghausen, Werne und Dortmund. Nach eigenem Bekunden sind für ihn rund 500 km pro Monat das Maximum, was er mit seinem 18 kg schweren Rucksack zurücklegen möchte. „Wer mehr als 25 km pro Tag läuft, kann die Natur, die Umgebung gar nicht mehr richtig aufnehmen.“ Er startete im April in Stettin und erlebte unterwegs einige heftige Unwetter. „Da waren insgesamt fünf Tornados, die zahlreichen Gewitterregen, bei denen das Wasser wieder aus den Schuhen läuft, zähle ich gar nicht mit.“
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