Toller Wettkampf forderte Halterner Brandschützer heraus

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Löschzugführer Dominik Schild und sein Stellvertreter Christian Schumacher präsentieren den Wanderpokal. Fotos: Bludau
 
Foto: Bludau

Hullern. Die Halterner Brandschützer wurden jetzt einmal ganz anders gefordert als sonst so üblich. Sie hatten am Samstag keinen Brand zu bekämpfen oder beispielsweise eine technische Hilfe bei einem Verkehrsunfall zu leisten. Anstelle dessen mussten sie sich verschiedenen Aufgaben innerhalb einer Stadtrallye stellen. In diesem Jahr war die Löscheinheit Hullern Ausrichter des jährlich stattfindenden Wettkampfes innerhalb der Freiwilligen Feuerwehr Haltern am See.

An den Start gingen vier Gruppen mit jeweils einem Löschgruppenfahrzeug. „Leider hat eine Einheit aus dem Stadtgebiet noch kurzfristig abgesagt, aber wir kommen immer noch auf über 50 Teilnehmer, die dann an verschiedene Stationen im Stadtgebiet diverse Aufgaben lösen müssen. Mit dabei sind Flaesheim, Sythen, Haltern Mitte und Lippramsdorf.“, erklärt Löschzugführer Dominik Schild. Und weiter: „Das Wetter spielt heute super mit. Bei der Stadtrallye steht nicht nur der Wettkampf sondern auch der Spaß im Vordergrund. Wer feuerwehrtechnisches Verständnis hat, das eigene Einsatzfahrzeug gut kennt und gewisse Ortskunde hat, ist hier klar im Vorteil.“, so Schild. Für die angetretenen Feuerwehrfrauen und
Feuerwehrmänner stand augenscheinlich fest, „wir geben alles und möchten den
begehrten Wanderpokal mit nach Hause nehmen.“ An jeder neuen Station, die sich allesamt im Ausrückebereich des Löschzuges Hullern befanden, wurde sich mit ganzer Energie der neuen Aufgabe gestellt. Was für den Außenstehenden wie ein harmloser Wettkampf aussah, verbarg Anforderungen aus dem Alltagsleben eines Feuerwehrmanns. Es zählten nicht nur Präzision und Schnelligkeit, sondern auch Geschick und Einfallsreichtum.

Es zählten nicht nur Präzision und Schnelligkeit, sondern auch Geschick und Einfallsreichtum


So gehörte zu einer der Aufgaben ein Staffellauf, bei dem es den Hullener Kirchturm hochging. Hier mussten kleine Plastikflaschen mit Wasser aus dem
Löschfahrzeug gefüllt und nach einander nach oben in den Kirchturm transportiert werden. Oben angelangt musste die Flaschen in das Ende einer Steigleitung gefüllt und damit am unteren Ende der Leitung einen 5 Liter Eimer mit Wasser zu füllen. Natürlich auf Zeit. „Gerade bei diesem Temperaturen und der engen Wendeltreppe ist dies schon eine Herausforderung.“, erklärt ein Teilnehmer des Löschzuges Mitte nach bestandener Aufgabe. An einer anderen Station mit dem Namen: Wasserball, galt es einen vorgegebenen Luftballon mittels Strahl aus einem C-Rohrs über die Stever zu schießen und am anderen Ufer wieder aufzusammeln und zum Fahrzeug zurückzubringen. Dabei musste das gebrauchte Wasser selbst aus dem „offenen Gewässer“ gepumpt werden. Auf einem Bauernhof gab es die Station: Wiegen und Messen. Hier mussten die Brandschützer ihr Fahrzeug auf einer LKW-Waage abstellen und anschließend ohne selbst die Waage ablesen zu können, möglichst genau 500kg Masse vom Fahrzeug entfernen. Anschließend musste noch die Fahrzeughöhe eingeschätzt werden. Ein Lot an einer Schnur musste vorher per Augenmaß gespannt werden, ernst danach durfte es durchfahren und der Abstand wurde gemessen. Je weniger desto besser, aber eine Berührung führte sofort zu null Punkte an dieser Station. Weitere einfallsreiche Stationen waren das Knoten-Ruckzuck, der Heißer Draht und ein kleiner Triathlon im Schießkeller des Ortsteiles, wo es auch um die Treffsicherheit ging.

Die Kameraden des Löschzuges Lippramsdorf hatten das glückliche Ende für sich erkämpft


Am Ende des tollen Nachmittages stand der Sieger eindeutig fest. Die Kameraden des Löschzuges Lippramsdorf hatten das glückliche Ende für sich erkämpft. Sie bekamen den begehrten Wanderpokal. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf der Stadtrallye, es hat alles super geklappt und viel Spaß gemacht. Einen besonderen Dank geht an die Organisatoren, Frank Niehues, Michael Stüer, und Hendrik Niehues. Sie haben diesen Wettkampf toll vorbereitet und alles gut organisiert.“, bedankten sich Löschzugführer Dominik Schild und sein Stellvertreter Christian
Schumacher. Als Ausklang des tollen Tages wurde dann noch gemeinsam ausgiebig am Hullener Gerätehaus gegrillt und die Kameradschaft zwischen den
einzelnen Löschzügen gepflegt.
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