Keine Angst vor großen Tieren...

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Rund 400 Insekten und Spinnen waren am Sonntag in der Seestadthalle zu bestaunen. Hier Theraphosa blondi - eine Vogelspinne, die mit 25 cm Länge zu den größten der Welt zählt.
 
Lukas und Lea finden Spinnen spannend und gar nicht beängstigend.

... hatte die Vogelspinne mit dem klangvollen Namen Grammostola Rosea, als sie sich mutig auf Entdeckungsreise in die Welt der Menschen begab. Der kleinen Lea hingegen war die Begegnung der achtbeinigen Art Anfangs eher unheimlich. Das freundliche Tierchen überzeugte sie allerdings recht schnell davon, dass man sich vor Spinnen nicht ekeln und schon erst recht keine Angst haben muss.

“Die fühlt sich ganz flauschig an,“ staunte das kleine Mädchen, als sie den haarigen Körper der Vogelspinne vorsichtig streichelte. Das Tier zeigte sich erstaunlich zutraulich und ließ sich bedenkenlos hochnehmen und von Besucher zu Besucher reichen. Wenn die riesige Spinne zwischenzeitlich nicht posierte, dann nahm sie ihren Platz auf dem Schreibtisch ihres Betreuers ein und krabbelte neugierig über Papier und Schreibzeug.

Rund 400 Exemplare

Natürlich konnte sie sich nach Belieben auch in ihr Terrarium zurückziehen. Das stand am Wochenende neben zahlreichen anderen Terrarien und Schaukästen in der Halterner Seestadthalle. Renaldo Neigert und sein Team nutzten die Örtlichkeit um rund 400 Insekten und Spinnen aus aller Welt dem interessierten Halterner Publikum vorzustellen. Nach anfänglichem Grusel beim Anblick der zum Teil mehr als handtellergroßen Spinnen überwog bei den meisten recht schnell die Erkenntnis, dass es sich bei diesen Tieren um ausgesprochene Nützlinge handelt, von denen für den Menschen kaum eine Gefahr ausgeht. Zwar sind Spinnen und Skorpione (die ebenfalls zu den Spinnentieren gehören) immer giftig, aber die hier ausgestellten Exemplare können Menschen nicht wirklich schaden. “In einer Wanderausstellung dürfen wir hochgiftige Tiere gar nicht zeigen,“ erklärt Aussteller Renaldo Neigert aus Bielefeld: “Die Gefahr, dass ein Terrarium hinfallen und zu Bruch gehen könnte, oder ein Tier unbeabsichtigt entwischt, ist bei einer solchen Ausstellung zu groß. Von den hier gezeigten Exemplaren geht also keinerlei Gefahr aus.“

Auch dass zuhause die im Vergleich zu den hier gezeigten Exemplaren kleinen Hauswinkelspinnen ins Bett kriechen und beißen könnten, ist unbegründet. "Warum sollte eine Spinne das tun? Sie hat keinen Grund dazu. Spinnen beißen nur um sich zu ernähren und sind sich der Gegenwart eines Menschen gar nicht bewusst. Nur wer eine Vogelspinne absichtlich bedrängt, in Angst versetzt oder gar zu töten versucht, setzt sich selbst der Gefahr aus, dass das Tier sich wehrt." 

Interessant und schützenswert

Davon, dass Vertreter ihrer Art zu den schützenswerten Bewohnern dieser Erde gehören und zudem ein außerordentlich interessantes Leben führen, überzeugte neben Schautafeln und Videovorführungen die aus Chile stammende rote Vogelspinne Grammostola Rosea. Ihren Namen verdankt sie dem rosigen Schimmer ihres Körpers. Das zahme Krabbeltierchen war der Star der Ausstellung und war lebendiges Beispiel dafür, dass Arachnophobie (Angst vor Spinnen) ganz unbegründet ist. Sie weckte sicherlich auch in dem einen oder anderen den Wunsch, selbst ein Terrarium anzuschaffen. Spinnen sind nicht kompliziert zu halten, dennoch muss natürlich einiges beachtet werden, um den Tieren ein artgerechtes Leben zu ermöglichen. Dazu gehört auch das Wissen, dass Spinnen mit Lebendfutter versorgt werden wollen. Auch die Futtertiere müssen aber artgerecht gehalten werden.

Mehr Informationen über die Spinnen und Insekten dieser Welt gibt es auf der Webseite der Aussteller: www.spinnenundinsekten.de
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