Warmes Sommerwetter sorgt für Vandalismus und Müll

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Vandalen zerstörten den öffentlich zugänglichen Seilgarten an der Grundschule Bredenscheid, ein beliebtes Spiel- und Sportgerät im Wert von rund 9.000 Euro. über das der STADTSPIEGEL in der Vergangenheit bereits mehrfach berichtete.
Doch das ist längst nicht die einzige Problemzone bei warmen Sommertemperaturen.

STADTSPIEGEL-Leserin Silke Rodies beobachte: „Heute musste ich bei einem Spaziergang mit meinem Hund mit Erschrecken feststellen,dass im Henrichsteich eine tote Schwimmschildkröte auf dem Rücken lag neben allerlei Müll,der grundsätzlich von vielen Leuten im Teich entsorgt wird statt im Mülleimer.

Ich hatte einem Mitarbeiter der Stadtreinigung (der mit einem Reinigungswagen die Gehwege säuberte) Bescheid gegeben. Der war ebenfalls wie ich empört über das starke Müllaufkommen in einem Naturbiotop. Ich hatte überlegt, ob Hinweisschilder mit der Info, dass bei mutwilliger Verschmutzung mit einer Geldstrafe zu rechnen sei, und für artgerechtes Tierfutter für Wasservögel als Info angebracht wird. Der Mitarbeiter der Stadt sagte mir daraufhin,dass eine Geldstrafe keine Strafe sei sondern dass der Umweltverschmutzer selbst mal mit langen Gummistiefeln in den Teich reingehen müsste und diesen vom Unrat befreien sollte.“

Die Schildkröte wurde mittlerweile entfernt. Bei dem Müll sieht das Problem anderes aus. Pressesprecher Thomas Griesohn-Pflieger von der Stadt Hattingen: „Leider ist das, was die Bürgerin schildert, der Allgemeinzustand des Henrichsteichs im Sommer bei gutem, warmem Wetter. Müll wird ins Wasser geworfen, der Park ringsum dient für Trinkgelage, in deren Folge dann das Geländer am Weg entlang des Wassers zerstört wird. Zumindest die beiden schmaleren Teichabschnitte sind seit einigen Jahren auf eine Initiative des NABU hin vom nördlichen Ufer nicht mehr zu betreten, so dass hier ein Erholungsraum für Tiere und Pflanzen vorhanden ist. Der große Teich ist nach wie vor rundum zugänglich. Hier ist die Stadt noch in der Verpflichtung, das nördliche Ufer ebenfalls zu schützen – so gut es eben geht.“
Ob Hinweisschilder etwas nützen, wagt der Stadtsprecher zu bezweifeln. „Bei den Randalierern fehlt es weniger an Aufklärung als an Kontrolle und Bestrafung.“
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