Ein Bäckermeister zeigt seine farbigen Seiten: Die 150 Bilder des Horst ten Eicken

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Horst ten Eicken in Heiligenhaus vorzustellen, ist, wie einem Kölner den Dom zu erklären. Der 78-jährige allseits bekannte Bäcker- und Konditormeister betreibt eine Backstube mit über 150-jähriger Familientradition, engagierte sich neben dem Beruf 40 Jahre in der Kommunalpolitik und war Mitglied im Heiligenhauser Stadtrat. Noch heute steht der Heiligenhauser tagtäglich in seiner Backstube. Und trotzdem hat Horst ten Eicken seine große Leidenschaft nur wenigen Bekannten gezeigt: Die Malerei. Das soll sich nun ändern. In der Kundenhalle der Kreissparkasse Düsseldorf stellt er bis zum 22. Mai rund 100 seiner fast 150 Bilder aus.


Autodidakt mit Spaß am Kreativen

„Urlaub habe ich schon seit 15 Jahren nicht mehr gemacht“, sagt ten Eicken; sein Geschäft ist jeden Tag - „außer an Feiertagen, da darf ich nicht“ - geöffnet. Sein Werktag beginnt morgens um halb drei in der Backstube. Anschließend wird ausgeliefert und ‚ganz nebenbei‘ noch der reibungslose Ablauf in seiner Bäckerei organisiert. Um zwölf Uhr mittags ist Feierabend; nach der Mittagspause beginnt für ten Eicken die Zeit für seine Leidenschaft: Seit 46 Jahren malt er mit viel Detailfreude die Dinge, die erst einmal „etwa 14 Tage lang im Kopf gewachsen sind“. Den Grundstein für die Malerei, den Spaß am Umgang mit Farben und Formen, legte der damalige Kunstlehrer Lukat an der Mittelschule. 1969 - ein Jahr, bevor er das elterliche Geschäft übernehmen sollte, griff ten Eicken erstmals zu Pinsel und Leinwand. Das Ergebnis war die dreiteilige Serie ‚Alt Heiligenhaus‘ - Ansichten von Sankt Suitbertus, Alter Kirche und unterer Hauptstraße. Von da an malte Horst ten Eicken in jeder freien Minute - und das, ohne je einen Malkurs besucht zu haben.

Mehr als 150 Bilder, vom großformatigen Acrylgemälde bis zur Kohlezeichnung, sind in dieser Zeit entstanden. „Fast alle ausgestellten Bilder können bei mir erworben werden: Ich brauche nämlich Platz zu Hause“, so ten Eicken. Bis auf die erwähnte Serie ‚Alt-Heiligenhaus‘, mit der alles anfing: „Die bleiben im Familienbesitz“. Oft hat er seine Urlaubsträume auf Leinwand gezaubert. Warum Träume? „Ich war nie da, stelle mir aber vor, dass es eben so dort aussehen könnte.“ Kreativität besitzt Horst ten Eicken, das steht fest. Wenn er mal keine Lust auf die Malerei hat, gestaltet er ‚tierische Skulpturen‘: Etwa 40 Schafe, Hühner, Enten und Gänse aus Gips und Mörtel stehen in seinem Garten. Und ein paar davon stehen auch in seiner Ausstellung „Schöner wohnen“, die noch bis zum 22. Mai in der Kundenhalle der Kreissparkasse zu sehen ist. Horst ten Eicken verspricht: „Auf alle nicht gerahmten Bilder gibt es von mir 10 Prozent Nachlass“.
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