Kultur: Qualität trotz des Spardrucks

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Die Ghana-AG des Immanuel-Kant-Gymnasiums hat mit Unterstützung des Kulturbüros am 24. Januar ein Benefizkonzert organisiert, zu dem Dena Etarabti (von links), Amel Yazzif und Leonie Kasper einladen. (Foto: Ulrich Bangert)
Heiligenhaus: Kulturbüro | Die Kürzungen im städtischen Haushalt haben Auswirkungen auf das kulturelle Angebot. Das ist allerdings dem neuen Kulturkalender für das erste Halbjahr 2016, der jetzt vorgestellt wurde, nicht anzusehen.
„Der Spardruck ist da, wir haben die Preise moderat erhöht; weniger, aber dafür gute Veranstaltungen, um Einnahmen zu generieren“, beschreibt Stephan Nau, Leiter des Kulturbüros. Mit in das Kulturprogramm wurde ein Benefizkonzert für Ghana aufgenommen. Das findet am 24. Januar in der Aula des Immanuel-Kant-Gymnasiums statt. Deren Ghana-AG pflegt seit Jahren eine enge Partnerschaft zu einer Schule in Cape Coast. Durch die Unterstützung aus Heiligenhaus konnte der Bau saniert und erweitert werden, ein Sozialfonds ermöglicht jungen Menschen den Schulbesuch. Mit Erfolg, wie Leonie Kasper mit Stolz verkündet: „Zwei Schüler haben den besten Abschluss in der Region gemacht.“
„Vor einigen Jahren hatten wir ein Budget von 120.000 Euro“, denkt Jürgen Weger von Kulturbüro wehmütig zurück. Doch auch in Zeiten knapper Kassen kann sich die kleine Stadt mit einem anspruchsvollen Kulturangebot sehen lassen und setzt auf Altbewährtes. Und zieht sogar Besucher aus der Landeshauptstadt an. „Durch das Neanderticket hat sich unser Verbreitungsradius erheblich erweitert“, stellt Stephan Nau fest, der weiß, dass die Preise im Gegensatz zu Düsseldorf hier immer noch niedrig sind.
Zu den Höhepunkten im ersten Halbjahr zählt am 13. Februar der Auftritt des Kabarettisten Winfried Schmickler, der in der IKG-Aula sein neues Programm vor Publikum testet. „Ein Selbstläufer sind immer wieder die Bergischen Salonlöwen, auch wegen der guten Bewirtung“, freut sich Jürgen Weger, der außerdem vermutet, dass die Vorstellung von „Irish Heartbeat“ am 19. März eine Top-Veranstaltung wird. Manche werfen den Heiligenhauser Kulturmanagern vor, zu viel Folk anzubieten. „Ja, wir bedienen die Nische Folk gerne in Heiligenhaus, wir haben das Publikum, das auch gerne von außerhalb zu uns kommt“, begründet Nau.
Jürgen Weger freut sich auch schon auf den Besuch von der Gruppe „Durch und Durch“ mit dem Programm „Dassollpopsein“. Der Mischung aus Pop, Rock, Funk und Jazz prophezeit Jürgen Weger eine steile Karriere: „Die werden mit Sicherheit mal ganz groß.“ So ganz abwegig ist das nicht: „Einige bekannte Namen haben mal ganz klein in Heiligenhaus angefangen, so zum Beispiel Harald Schmidt und Volker Pispers.“
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