„Der Umbau der Heiligenhauser Innenstadt hat sich ausgezahlt“

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Dr. Ulrich Hardt, Leiter der Zweigstelle Velbert der IHK Düsseldorf, stellte die Ergebnisse der Geschäftsleute- und Passantenbefragung Heiligenhaus vor.
  Heiligenhaus: Innenstadt | „Da sich die Heiligenhauser Innenstadt derzeit im Wandel befindet, sind die Befragungsergebnisse der Industrie- und Handelskammer Düsseldorf für uns sehr relevant“, so Bürgermeister Dr. Jan Heinisch. Gemeinsam mit Harald Flügge, Technischer Beigeordneter, Peter Panow, Leiter der Wirtschaftsförderung der Stadt Heiligenhaus sowie André G. Saar und Annelie Heinisch vom Stadtmarketing ließ sich der Obere der Stadt von Dr. Ulrich Hardt, Leiter der Zweigstelle Velbert der IHK Düsseldorf, erläutern, wie sowohl die Passanten als auch die Geschäftsleute den Einkaufsstandort Heiligenhaus beurteilen.

„Der Umbau der Innenstadt hat sich ausgezahlt“, lautet das Urteil. „Die Heiligenhauser Geschäftsleute geben dieser nun eine 2,4, statt einer 2,6 wie im Jahr 2011.“ Insgesamt 300 Passanten wurden im September und im Oktober persönlich angesprochen und um ihre Stellungnahmen gebeten. „Und auch die Befragung der Geschäftsleute fand in persönlichen Gesprächen statt“, so Hardt. „Dadurch erzielen wir eine höhere Rücklaufquote.“ 53 Kaufleute und Dienstleister beteiligten sich.
Positiv bewertet werden vor allem die Neugestaltung der Hauptstraße, die damit einhergehende Verbesserung des Umfeldes sowie das Parkplatz- und gastronomische Angebot. Weniger glücklich sind die Geschäftsleute mit den Leerständen und dem fehlenden Branchenmix.

Geschäftsleute sind optimistischer


Dennoch: Der Optimismus der Geschäftsleute spiegelt sich auch in der größeren Standorttreue wider. Nur noch 19 Prozent – 2011 waren es 29 Prozent – denken darüber nach, den Standort zu verlassen, weil der Umsatz zurückgeht oder Kunden ausbleiben. „Ein weiteres Problem sehe ich in der Nachfolge“, so Dr. Jan Heinisch. „Heiligenhaus verfügt über viele inhabergeführte Geschäfte. Das sind kleine Perlen, die man zu verlieren droht, wenn sie später keiner übernehmen möchte.“
Auch eine Initialzündung im Bereich der Lebensmittelversorgung hält der Bürgermeister für erforderlich. „Das geplante Einkaufszentrum auf dem Kiekert-Areal soll da Abhilfe schaffen. Außerdem wird hierdurch auch noch zusätzlicher Parkraum geschaffen.“
Die Mehrheit der befragten Geschäftsleute beurteilt ihre Geschäftslage trotz zunehmenden Onlinehandels als stabil. Diese positive Bewertung der Kaufleute wird von den Passanten nur ansatzweise geteilt. Sie bewerten den Einkaufsstandort Heiligenhaus erneut nur mit der Note 2,8. „Sie vermissen zwar weniger Warenangebote als vor vier Jahren, sehen aber nach wie vor Nachholbedarf bei Schuhen, Elektrowaren und Bekleidung für Jugendliche“, sagt Ulrich Hardt. Darüber hinaus werden auch einheitliche Öffnungszeiten, mehr Aktionen des Stadtmarketings und öffentliche Toiletten gewünscht. „Und es wird kritisiert, dass es zu wenig Sitzgelegenheiten gibt“, so der Leiter der IHK-Zweigstelle. Eine Kritik, die beim Bürgermeister für große Verwunderung sorgt: „Nicht selten bekomme ich von Bürgern zu hören, dass wir nicht so viel Geld in Bänke investieren sollen, sondern andere Dinge wichtiger sind.“
Möglicherweise ist das aber der Grund dafür, warum die Passanten sich weniger lange in der Stadtmitte aufhalten als noch im Jahr 2011. Auch kommen sie seltener als vor vier Jahren ins Zentrum, geben dafür aber pro Person und Einkauf einen höheren Betrag aus.
„Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass mit der guten Innenstadtentwicklung insbesondere bei den Geschäftsleuten gepunktet werden konnte, es aber auch weiterhin Defizite gibt“, fasst Dr. Ulrich Hardt abschließend zusammen.
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