Von Lasalle bis Gerhard Schröder

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Kerstin Griese (von links) eröffnete im Rathaus zusammen mit der stellvertretenden Bürgermeisterin Ulrike Martin die Ausstellung zum 150-jährigen Jubiläum der SPD. Rechts: Hermann Schwarze, der einzige sozialdemokratische Bürgermeister der Stadt von 1989 bis 1994. Dahinter der amtierende Bürgermeister Dr. Jan Heinisch, der zwar der CDU angehört, aber ganz im Sinne der Demokratie die Ausstellung begrüßt. (Foto: Ulrich Bangert)
Heiligenhaus: Rathaus | „Die Geschichte der Arbeiterbewegung ist eine wesentliche Wurzel unseres heutigen demokratischen Staates“, stellt Kerstin Griese fest.
In der ersten Etage des Heiligenhauser Rathauses eröffnete die Bundestagsabgeordnete eine Wanderausstellung der Friedrich-Ebert-Stiftung, die noch bis kommenden Samstag, 8. Juni, die 150-jährige Geschichte der SPD zeigt.
Als Wegmarken der Demokratieentwicklung bezeichnete die SPD-Unterbezirksvorsitzende die Einführung des Frauenwahlrechts 1919, Otto Wels bewegende Rede gegen Hitlers Ermächtigungsgesetze und den von den beiden Weltkriegen schwer gezeichneten Kurt Schumacher als Symbol für den Wiederanfang nach dem Krieg. Des Weiteren erinnerte Kerstin Griese an den Kanzler und Krisenmanager Helmut Schmidt und an Kanzler Gerhard Schröder mit seiner Agenda 2010 und seinem „Nein“ zum Irakkrieg. „Für mich persönlich der Grund, in die SPD einzutreten, war Willi Brandts Ostpolitik und sein Kniefall am Mahnmal für die Opfer des Warschauer Ghettos.“
In Heiligenhaus waren es Schlosser, die 1897 den „Allgemeinen Arbeiterverein zu Heiligenhaus und Umgegend“, den späteren SPD-Ortsverein, gründeten. Trotz des schwierigen Dreiklassenwahlrechts in der Kaiserzeit konnten die Sozialdemokraten 1901 ein Mitglied in den Gemeinderat entsenden. Vor 102 Jahren hielt Rosa Luxemburg eine Rede in Heiligenhaus, allerdings war sie von dem Elan der Bergischen nicht gerade begeistert.
Dieses und noch vieles mehr ist in dem Lesebuch nachzulesen, in dem Rainer Klinger, Hermann Schmidt, Hans-Willy Meyer und Reinhard Schneider die Geschichte der SPD vor Ort aufgeschrieben haben. Besonders hob Kerstin Griese Hermann Schwarze hervor, der 1989 Bürgermeister wurde, nachdem fast 43 Prozent der Wähler bei der Kommunalwahl für die SPD stimmten. „Davon können wir heute nur träumen“, räumte die im Wahlkampf stehende Bundestagsabgeordnete ein.
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