Neuseeländische Austauschschülerin erkundete acht Wochen von Hemer aus Deutschland

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Besuch beim Höhlenbären: Ein Besuch in der Sundwiger Heinrichshöhle mit der ganzen deutschen Gastfamilie und deren Freundeskreis durfte beim Besuchsprogramm von Grace Strudwicke nicht fehlen.
 
Hatten sich schnell angefreundet: Grace Strudwicke und ihre Hemeraner Austauschpartnerin Lina Becker. (Foto: privat)

Besuch vom anderen Ende der Welt: Für acht Wochen war die Sundwiger Familie Becker das neue Zuhause von Grace Strudwicke aus dem neuseeländischen Invercargill.

„Weiter weg“ ist kaum möglich. Rund 18.500 km (!) liegen das sauerländische Hemer und Invercargill am Südwestzipfel Neuseelands auseiander. Und aus genau diesem kleinen 53.000-Einwohner -Städtchen kommt Grace Strudwicke, die bis vor wenigen Tagen für acht Wochen als Austauschschülerin bei der Sundwiger Familie Becker eingezogen war. „Auch wenn sich die beiden Städte in der Einwohnerzahl nicht sonderlich unterscheiden, ist deren jeweilige Bedeutung schon unterschiedlich“, hat die 16-jährige Neuseeländerin schnell erkannt. Denn während die Felsenmeerstadt am Rande von großen Metropolen und Ballungszentren wie dem Ruhrgebiet liegt, ist ihre Heimatstadt schon das „große Zentrum“ einer ganzen Region. „Bei uns ist alles etwas kleiner“ schmunzelt Grace Strudwicke aus dem „Land der weißen Feder“, wie die Neuseeländer ihr Heimatland selbst nennen. Dementsprechend gehörte natürlich auch der einwöchige Berlin-Ausflug zu den absoluten Höhepunkten ihres Aufenthaltes.

Faszination Brotsorten


Aber auch kleinere Ausflüge, die ihre Gastfamilie in der näheren und weiteren Umgebung vorbereitet hatten, sorgten für so manches „Aah“ und „Ooh“ beim neuseeländischen Besuch. Die Burg Altena gehörte genauso dazu wie die Heinrichshöhle, Schlittschuhlaufen im Wintergarten des Sauerlandparks, eine Partie der Iserlohn Roosters, der Kölner Dom oder auch die Weltkulturstätte „Zeche Zollverein“ in Essen.
Und dann waren da ja auch noch die Weihnachtsmärkte. „So was gibts bei uns in Neuseeland überhaupt nicht“ - Verständlich, fällt doch das Weihnachtsfest auf der anderen Seite der Welt in den dortigen Hochsommer. Und da ist dann eher Sonne, Strand und Baden angesagt.
Im deutschen Alltagsleben warteten ebenfalls einige Überraschungen auf Grace Strudwicke. „Eine der größten war das Frühstück, das in dieser Form bei uns völlig unbekannt ist.“ Vor allem die vielen verschiedenen Sorten Brot sorgten bei ihr für Faszination. „Bei uns ist eher das Abendessen die Hauptmahlzeit, bei der vor allem Fleisch- und Kartoffelgerichte auf den Tisch kommen.“

„Breit statt hoch“


Und dann war da ja auch noch die Sache mit dem Bauen. „Im Gegensatz zu Deutschland heißt bei uns die Devise ,Breit statt hoch‘, bringt es Grace Strudwicke auf einen kurzen Nenner. Einleuchtend, wenn man bedenkt , dass aufgrund der geringen Einwohnerdichte in Neuseeland fast alle Wohnhäuser lediglich eingeschossig und dafür mit einer großen Grundfläche gebaut werden können.
In ihrer Heimat geht die 16-Jährige in die 12. Klasse der Highschool, hier in Deutschland besuchte sie zusammen mit ihrer neuen Freundin Lina die 10. Klasse am Woeste-Gymnasium - und erlebte dort zum ersten Mal den Unterricht ohne Schuluniform und gemeinsames Lernen mit Jungs. Spannend!
Auch wenn es vor wenigen Tagen nun Abschied zu nehmen galt, gibt es bereits am 22. Februar ein Wiedersehen. Denn dann startet Lina Becker zu ihrem Gegenbesuch nach Neuseeland und freut sich schon auf viele Abenteuer wie eine Küstentour per Rad, Schwimmen mit Delfinen oder Jetskifahren. Denn das alles hat ihr ihre neue Freundin Grace bereits für ihren Besuch versprochen. „Und außerdem möchte ich mal überprüfen, ob es wirklich so ist, wie alle behaupten, dass es in Neuseeland mehr Schafe als Einwohner gibt“, lacht Lina verschmitzt und voller Vorfreude vor ihrem Trip um den halben Globus.
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