ARD-Meterologe Sven Plöger plauderte zum Auftakt der Hemeraner Klimawoche (nicht nur) übers Wetter

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Sven Plöger „lebt“ Wetter und Klima. Das merkte man in jedem Augenblick seines unterhaltsamen Vortrages.
Hemer: JuK am Park |

Der Mann ist bekannt aus dem TV - Sven Plöger, Diplom-Meterologe und „Wettermann“ der ARD, war am Montagabend zum Auftakt der ersten Hemeraner Klimawoche zu Gast im JuK am Park.

Unter dem Motto „Klimawandel - Gute Aussichten für morgen?!“ sollte und wollte er im gut besuchten Jugend- und Kulturzentrum Licht in einen sehr komplexen Themenbereich bringen. Und das gelang auf beeindruckende Art und Weise. Rund neunzig Minuten widmete er sich in verständlicher, aber auch immer wieder sehr amüsanten Art und Weise wichtigen Themen wie unserem Umgang mit Ressourcen, dem Unterschied zwischen Wetter und Klima, der Wahrnehmung des Klimawandels in der Öffentlichkeit oder der Energiewende und der aktuellen Klimapolitik.

„Warum müssen wir uns mit 3000 kg Blech umgeben, um unsere 80 kg von A nach B zu fahren?“


Gleich zu Beginn stellte Sven Plöger klar: „Wir gehen aktuell nicht nachhaltig mit unseren Ressourcen um“ und „für dieses Jahr leben wir im Bereich der weltweiten Ressourcen bereits seit drei Wochen auf Kredit.“
Immer wieder lockerte er im Folgenden seinen Vortrag mit lustigen, erstaunlichen oder durchaus auch schon mal erschreckenden fotografischen „Schnappschüssen“ aus der Wetterkiste auf - nur um dann im nächsten Moment wieder eindringlich zu warnen: „An der Erderwärmung bestehen aus wissenschaftlicher Sicht keinerlei Zweifel mehr.“ Eine Erderwärmung habe es schon immer gegeben, nur steige die Geschwindigkeit immer schneller. „Und daran sind wir Menschen schuld!“

„Klimawandel ist keine Katastrophe, sondern lediglich ein freundliches Frühwarnsystem unseres Planeten.“


Auch zur Energiewende nahm der Klima-Experte klar Stellung. „Es ist zukünftig notwendig, denn weiter steigenden Energieverbrauch von der Schadstoffemission zu entkoppeln und den Anteil fossiler Brennstoffe drastisch zu senken.“ Alleine die Sonne könne 6000 mal mehr Energie liefern, als die Menschheit aktuell weltweit brauche. „Es kommt aber auf den richtigen Mix regenerativer Energien an.“ Und abschließend hatte Sven Plöger mit einem Augenzwinkern auch noch eine Anregung zum Nachdenken für all jene, die eine „Verspargelung“ der Landschaft durch Windräder befürchten. „Sehen Strommasten etwa ästhetischer aus? Über die regt sich nur keiner mehr auf, weil wir die alle seit unserer Kindheit als normalen Landschaftsbestandteil kennen und längst akzeptiert haben.“
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