Abi unterm Weihnachtsbaum

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Erst das Kind, dann der Abschluss: Für Jennifer Michallek genau die richtige Reihenfolge.
Herdecke. Das „Abi nachholen“ kann man am Westfalen-Kolleg Dortmund zwei Mal im Jahr. Zum Wintertermin, zu dem nur Kollegs Prüfungen abnehmen, machte sich Jennifer Michallek aus Herdecke selbst das größte Geschenk. Sie legt sich ihr Zeugnis unter den Weihnachtsbaum.
Jennifer Michalleks „Karriere“ am Westfalen-Kolleg begann, wie bei vielen anderen Studierenden auch: Ein Freund empfahl ihr das Kolleg, sie machte den Einstufungstest und begann – wie die meisten – im ersten Semester.
So verlief die Einführungsphase recht unspektakulär, dies änderte sich schlagartig mit Beginn der Qualifikationsphase, als Jennifer Michallek merkte, dass sie schwanger war. Was tun? Babypause oder weiter machen? Nach einer Babypause wäre ja alles anders, neue Lehrer, neue Mitstudierende, vielleicht sogar neue Leistungskurse.
Gerade diese Sorge vor der Veränderung hielt sie nach eigener Aussage von einer Pause ab, sie „wollte es einfach versuchen“ und sehen, ob sie es schafft. Das hat sie. Und wie!
Am Freitag schreibt sie noch schnell eine Französischklausur, zwei Tage später bringt sie ihren Sohn zur Welt. Nur vier Wochen später ist sie wieder am Kolleg und schreibt die versäumten Klausuren nach. Verschlechtern sich durch die Geburt und die Doppelbelastung die Leistungen im Abitur? Mitnichten, eher scheint der Sohn der Motor zu sein, denn sie erreicht in drei von vier Abiturfächern 15 Punkte!
Dabei machen beide einen so fröhlichen und entspannten Eindruck, als sei das ein Spaziergang. Rückblickend sagt Frau Michallek, dass das Weitermachen eine gute Entscheidung gewesen sei, jetzt wolle sie aber doch erst einmal ein halbes Jahr Pause machen, bevor sie ein Studium im Bereich „Modemanagement“ aufnehmen wird.
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