Faustkeil und Silber-Brosche

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Kuratorin Linda Oberste-Beulmann und die erste Vorsitzende des Fördervereins, Annette Kleyboldt, präsentieren eine preußische Offiziers-Pickelhaube (um 1900) vor dem Bild „Fisherman’s Friend“ von Christoph Mandera (2005). WB-Foto: Detlef Erler
Das wohl schönste Stück ist eine Brosche samt Anhänger aus Silber, mit gefassten Türkisen und Flussperlen. Um 1905 hat sie Carl Weinhold entworfen. Die älteste Attraktion ist ein Faustkeil, aus Bronze, 1500 v. Chr. geformt und viele Jahre später in Herne gefunden.

Keil und Brosche sind Teile der sehenswerten Ausstellung „Sammelleidenschaft – 30 Jahre Freunde des Emschertal-Museums e. V.“, die bis zum 9. Juni im Schloss Strünkede zu bewundern ist.
Dem gemeinnützigen Förderverein ist es zu verdanken, dass die gezeigten Exponate den Bestand des Emschertal-Museum bereichern.
Im Mittelpunkt stehen die Höhepunkte aus 30 Jahren Sammel-Tätigkeit. Ebenso sind die aktuellen Ankäufe moderner Kunst zu sehen, die in diesem Zusammenhang bisher noch nicht gezeigt wurden.
Kuratorin Linda Oberste-Beulmann hat mit Bedacht einen „roten Faden“ durch drei Jahrzehnte gezogen. In vier Vitrinen finden sich die Themen Fotografie, Jugendstil, Kirche und Jugendstil bis Barock.
Ein weiteres sehr altes Stück der Schau ist eine reich verzierte flandersche Handschrift, datiert auf 1450. In modernere Zeiten geht es mit einer voluminösen Kamera samt Stativ aus dem Jahr 1870 und einer preußischen Offiziers-Pickelhaube von 1900.

Gezeigt werden Objekte aus allen drei Häusern des Emschertal-Museums: Schloss Strünkede, Städtische Galerie sowie Heimat- und Naturkundemuseum Wanne-Eickel.
Die „Freunde des Emschertal-Museums“, die über die Jahre die Anschaffungen ermöglicht haben, zählen derzeit 280 Mitglieder und unterstützen das Museum jährlich mit etwa 5000 Euro.
Annette Kleyboldt, erste Vorsitzende des Fördervereins und Museumsleiter Dr. Oliver Doetzer-Berweger freuen sich schon auf die nächste Anschaffung: Ein Kirmespferd aus den 1870-er Jahren, das später die Crange-Schau im umgestalteten Wanne-Eickeler Museum bereichern soll.
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