Damit's im Ernstfall klappt - Freiwillige Feuerwehr und THW üben gemeinsam

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Gemeinsam für den Notfall üben. Auf dem Gelände des Feuerwehr-Instituts in Münster kann die Bergung von Verletzten nach einem Zug-Unfall realitätsnah geprobt werden. Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren und des Technischen Hilfswerkes arbeiteten Hand in Hand. Foto: Feuerwehr
 
Unter Atemschutz dringen Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr ins verqualmte Gebäude ein. Foto: Feuerwehr

Katastrophen oder schwere Unfälle können immer geschehen. Wenn, dann sollte man vorbereitet sein. Aus diesem Grunde übten nun Kräfte von Freiwilliger Feuerwehr und Technischem Hilfswerk (THW) gemeinsam auf dem Gelände des Instituts der Feuerwehr in Münster-Handorf. Am Ende waren sich alle Beteiligten einig: Es hat sich gelohnt.

Die Löschzüge Baukau und Holsterhausen der Freiwilligen Feuerwehr (FF) Herne, die Löscheinheit Rüdinghausen der FF Witten und die Ortsgruppe Herne des Technischen Hilfswerks setzten sich an einem Samstag frühmorgens in Richtung Münster in Bewegung.
Dort angekommen trainierten die einzelnen Einheiten verschiedene Einsatzlagen wie Brände mit Menschen in Gefahr, Verkehrsunfälle und Rettung aus Schächten. Bei den realitätsnahen Übungsszenarien wurde den Einsatzkräften einiges abverlangt. So zum Beispiel bei einem „Unfall“, bei dem ein Fußgänger unter die Straßenbahn geraten war: Ein aufgeregter Straßenbahnfahrer, der unbedingt sofort weiterfahren will, und zwei „betrunkene“ pöbelnde Fußballfans als Passagiere, sollten es dem Gruppenführer möglichst schwer machen, einen kühlen Kopf zu behalten und die richtigen Maßnahmen anzuordnen.
Der Löschzug Baukau trifft als Erster an der Einsatzstelle ein. Christian Hunger übernimmt die Funktion des Einsatzleiters und fordert bei der Leitstelle gleich den Technischen Zug des THW und zwei weitere Löschzüge der Feuerwehr, Rettungswagen, Notärzte und weitere Einheiten an.
„Wichtig ist, dass die Leitstelle, die ja meist mehrere Kilometer entfernt ist, auf Basis der Rückmeldungen sich ein umfassendes Bild von der Situation an der Einsatzstelle machen kann. Außerdem müssen vom Einsatzleiter die passenden Maßnahmen eingeleitet und entsprechende Einheiten nachfordert werden“ erklärt Rüdiger Marquadt, der als Leitstellendisponent die Funksprüche in der Leistelle entgegennimmt. „Einsatzkräfte, die nicht auf dem Übungsgelände vorhanden sind, werden nur fiktiv alarmiert“, ergänzt Übungsleiter Daniel Neuhaus.
Der Löschzug Holsterhausen übernimmt die Versorgung und Rettung der Unfall-Opfer im Auto Kräfte des Löschzugs Baukau und des Technischen Zuges des THW, ausgerüstet mit Atemschutzgeräten, dringen in die verqualmten Personenwaggons des Zuges ein und beginnen mit der Suche. Weitere THW-Helfer bauen ein sogenanntes Einsatzgerüstsystem (EGS) auf, das den Zutritt zu den Waggons und die Verletztenrettung auf freier Strecke erleichtert. Nach und nach werden mehrere gut 70 Kilogramm schwere Dummys, die vorher als „Opfer“ im Zug versteckt wurden, gerettet und dem Löschzug Holsterhausen übergeben, der in der Zwischenzeit einen Behandlungsplatz eingerichtet hat, um die Verletzten zu versorgen. „Wir ordnen die Verletzten je nach Schwere der Verletzungen und Dringlichkeit verschiedenen Kategorien zu“, erklären Löschzugführer Hardy Kuhlmann und sein Führungsassistent Daniel Schmiedners.

Positive Beurteilung
der Übung


Am Ende der Übung ziehen alle eingesetzten Einsatzkräfte ein positives Fazit, wie zum Beispiel der Zugführer des THW, Michael Gruber:„Das EGS war schnell einsatzbereit. Es hat sich also gelohnt, dass wir in den letzten Monaten vermehrt den Aufbau des Gerüstsystems geübt haben“.
Aber vor allem haben das gemeinsame Hand-in-Hand-Arbeiten und die Action, die bei der Übung herrschte, Spaß gemacht.
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