Happy Birthday! Zehn Jahre Archäologie-Museum in Herne

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Zehn Jahre! So lange haben wir schon das Archäologische Museum in unseren Mauern. Mit großem Programm wird am Wochenende gefeiert. Ein Glücksfall für die Stadt war die Entscheidung, das neue Museum in Herne zu bauen. Eine tolle Ausstellung und spektakuläre Sonder-Veranstaltungen lockten und locken viele Menschen in unsere Stadt. Montage: Detlef Erler
 
Bilanz von zehn Jahren Museumsarbeit in Herne zogen (v.l.) LWL-Chefarchäologe Prof. Dr. Michael Rind, LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale und Museumsleiter Dr. Josef Mühlenbrock. Sie präsentierten die Geburtstagstorte und das Programm des Jubiläumsfestes. Foto: LWL

Eine Erfolgsgeschichte ist das LWL-Museum für Archäologie in Herne. Am Wochenende nach Ostern (6. und 7. April) feiert es seinen zehnten Geburtstag mit einem Programm für die ganze Familie – bei freiem Eintritt.

Unter dem Motto „Archäologie total!“ geht es zum Beispiel um Mammut-Funde, Mitmach-Ausgrabung, eine Zauber-Töpferscheibe, geröntgte Schwerter, eine nächtliche Taschenlampen-Führung durch die „Schädelkult“-Ausstellung und einen Rückblick auf zehn Jahre Museum mit insgesamt über 800.000 Besuchern. Eröffnet wird das Jubiläumswochenende am Samstag (6. April)) um 15 Uhr durch Dieter Gebhard, den Vorsitzenden der LWL-Landschaftsversammlung.
Die Kulturdezernentin des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), Dr. Barbara Rüschoff-Thale, erinnerte im Vorfeld des Geburtstages an die Anfänge in Herne - aus eigener Anschauung, denn sie war 2003 die „Gründungsdirektorin“ des Museums. „Nicht jeder in Westfalen war anfangs überzeugt, dass die 28,6 Millionen Euro Baukosten in Herne gut angelegt sind“, so Rüschoff-Thale zu der Skepsis, als das Museum von Münster ins Ruhrgebiet umzog.
Doch sehr schnell sei das Konzept eines unterirdischen Museums kombiniert mit der Dauerausstellung als Grabungslandschaft aufgegangen. Mehrere Design-Preise habe das neue Museum dafür eingeheimst, und vor allem der Erfolg bei den Besuchern habe die Entscheidung der LWL-Politiker gerechtfertigt.
Rüschoff-Thale: „Wir haben die jährlichen Besucherzahlen gegenüber dem früheren Standort Münster mehr als verdoppelt mit dem Höhepunkt 2010, als vor allem wegen unserer Mittelalter-Ausstellung in diesem Jahr 205.000 Menschen im Museum waren.“
Das Museum plane weitere spektakuläre Ausstellungen, so LWL-Chefarchäologe Professor Michael Rind: „Unsere Vietnam-Ausstellung nächstes Jahr zeigt unter dem Titel ‚Schätze des aufsteigenden Drachen‘ Archäologie des Kaiserreichs Vietnam und damit die bisher umfangreichste Schau zur Kultur Vietnams in Deutschland.“ Herne sei nicht nur das Schaufenster für die Bodendenkmalpflege Westfalens, in dem immer wieder aktualisiert die wichtigsten Funde der Region gezeigt würden. „Es ist auch unser Fenster in die Welt, um den Menschen hier aufregende Exponate aus der ganzen Welt nahe zu bringen.“
Museumsleiter Dr. Josef Mühlenbrock macht Vorfreude auf einen neuen Multimedia-Guide für Besucher, der in Kürze Zusatzinformationen zu den Höhepunkten der Dauerausstellung gibt. Neben Audio-Beiträgen mit einer Bildershow geben Videos exklusive Hintergrundgeschichten zu den Fundorten oder auch zur Exponat-Geschichte.
Für den Sommer 2013 kündigte Mühlenbrock eine simulierte Ausgrabung zum Mitmachen auf dem Außengelände des Museums an. Im „Grabungscamp“ würden sich Kinder und Erwachsene selbst als Archäologen versuchen. „Sie vermessen das Gelände, legen idealtypische Befunde und Funde aus Westfalen frei, bergen, dokumentieren und interpretieren ihre Entdeckungen“, so der Museumsleiter.
Außerdem werde die Dauerausstellung renoviert und aktualisiert. Neue Funde aus unserer Stadt zögen im Jubiläumsjahr ein, darunter 70.000 Jahre alte Mammutknochen, die Anfang des Jahres LWL-Archäologen im Bereich Pantrings Hof geborgen hatten.
Die Funde kommen pünktlich zum Museumsgeburtstag in die Ausstellung.
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Bernfried Obst aus Herne | 07.04.2013 | 13:03  
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