Alles hat seinen Preis - ein Schülerkommentar

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Herne: Otto-Hahn-Gymnasium | Im Rahmen ihres Projektkurses in der Einführungsphase im Fachbereich Sozialwissenschaften formulierten die vier Schülerinnen Celine R., Laura, Vanessa und Celine L. vom Otto-Hahn-Gymnasium folgenden Kommentar zu den Arbeitsbedingungen von Näherinnen in Bangladesch, Indien und Kambodscha:

"Nähen Sie zwölf Stunden täglich, mit 500 weiteren Personen? Dies ist die traurige Realität für tausende Menschen in Billig-Lohn-Ländern, wie Bangladesch, Indien und Kambodscha. Sie produzieren am Tag hunderte Kleidungsstücke in Textilfabriken für bekannte Labels, wie H&M, Primemark, Adidas und viele weitere. Die Kleidung wird für gutes Geld auf den Markt gebracht und erzeugt einen Milliarden-Profit. Von diesem bekommen die Arbeiter, die zehn bis zwölf Stunden am Tag arbeiten müssen, gerade mal so viel, wie der Mindestlohn von knapp 30 Euro es vorschreibt, aber selbst dieser Betrag reicht nicht aus um eine Familie zu ernähren. Dieses Problem ist schon lange kein Geheimnis mehr, aber wir, als Käufer, stören uns nicht daran und kaufen weiterhin diese Produkte. Aber warum? Das Label, der Preis und die Tatsache, dass wir uns nicht damit beschäftigen, sind Kauffaktoren. Doch wie viele wissen wirklich etwas über dieses Probleme? Wir Schüler starteten eine Umfrage an unserer Schule, dem Otto-Hahn-Gymnasium in Herne, und befragten Schülerinnen undSchüler verschiedener Altersgruppen zu diesem Thema. Unser Ergebnis war erschreckend: Einen großen Unterschied zwischen den Altersgruppen gab es nicht, jedoch stellte sich raus, dass viele sich gar nicht mit dem Thema auskennen. Jedoch ist ein großer Teil der weiblichen Befragten nicht bereit ihr Kaufverhalten zu ändern. Im Gegensatz dazu zeigten die männlichen Befragten mehr Bereitschaft etwas zu ändern. Allerdings sagte ein kleiner Teil der Befragten, dass sie dieses Problem kennen, aber ihr Kaufverhalten trotzdem nicht ändern wollen. Gibt es überhaupt Möglichkeiten etwas dagegen zu unternehmen? Ja, die gibt es. Als Konsument sollte man sich zunächst mit dem Thema beschäftigen und sich der Lage der Menschen dort bewusst zu werden. Zusätzlich kann man nach Firmen schauen, die faire Kleidung herstellen oder auch an Protesten teilnehmen, die gegen die Ausbeutung der Arbeiter sind."
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